Erstmals zeitlich versetzte Wahlen
Ägypten wählt am 18. Oktober ein neues Parlament

dpa KAIRO. In Ägypten wird am 18. Oktober ein neues Parlament gewählt. Dabei würden die Provinzen in Oberägypten, im Nildelta sowie Kairo erstmals zeitlich versetzt in Etappen wählen, teilte Informationsminister Safwat el Scharif am Sonntag in Kairo mit. Die Abstimmung über die 454 Sitze im Abgeordnetenhaus soll am 15. November abgeschlossen sein. Das Parlament wird zu seiner ersten Sitzung am 14. Dezember zusammentreten.

Bei den von gewaltsamen Ausschreitungen überschatteten Parlamentswahlen vom Dezember 1995 hatte die regierende National- Demokratische Partei (NDP) von Präsident Husni Mubarak den Oppositionsparteien nur 14 Sitze gelassen. Wahlbeobachter sprachen von erheblichen Unregelmäßigkeiten. Mit einer Verringerung der Wahllokale sowie der Überwachung der Auszählung durch Richter sollen auf Anweisung von Mubarak Manipulationen verhindert werden.

In Ägypten gibt es 15 politische Parteien, von denen nur fünf politisches Gewicht haben. Nur Mubaraks Regierungspartei schickt Kandidaten in allen Wahlkreisen ins Rennen.

Die Aktivitäten der Arbeiterpartei, die ein Bündnis mit der Moslembruderschaft eingegangen war, sind derzeit eingefroren. Mit knapp einer Million Mitglieder und Sympathisanten ist die verbotene und 1995 in den Untergrund gedrängte Moslembruderschaft die größte Oppositionsbewegung in Ägypten.

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