Erstnotiz am 21. November
E-M-S-Aktien kosten zwischen 6,50 und 8,50 Euro

Die Erstnotiz der Aktie erfolgt am 21. November am Neuen Markt für Wachstumswerte. Die Zeichnungsfrist beginnt am kommenden Dienstag.

Reuters FRANKFURT/MAIN. Die Aktien des Dortmunder Unternehmens E-M-S New Media werden in einer von 6,50 bis 8,50 Euro laufenden Preisspanne zum Kauf angeboten. Gezeichnet werden könnten die bis zu sechs Mill. Aktien vom 14. bis zum 17. November, teilte das Unternehmen am Montag in Frankfurt mit. Neben der konsortialführenden WGZ-Bank begleiteten die Gontard & MetallBank, die Stadtsparkasse Köln sowie die VEM Virtuelles Emissionshaus AG den Börsengang. Die Notierungsaufnahme am Neuen Markt in Frankfurt sei für den 21. November vorgesehen, der Emissionspreis werde am 20. November bekanntgegeben. Im vorbörslichen Handel per Erscheinen wurde die ems-Aktie am Montagmittag mit Kursen zwischen acht und neun Euro gehandelt.

Von den angebotenen Aktien stammen den Angaben zufolge 5,4 Mill. aus einer Erhöhung des Grundkapitals auf 20,5 Mill. Euro. Die verbleibenden 600 000 Papiere stellten Altgesellschafter bei hoher Nachfrage als Platzierungsreserve bereit, hieß es. Nach dem Börsengang und bei vollständiger Platzierung der Reserve werde sich der Streubesitzanteil auf 28,29 % belaufen, hieß es. Der Anteil von Gründer und Vorstandschef Werner Wirsing-Lüke werde sich auf 64,38 % von bislang 91,04 % reduzieren. Altgesellschafter hätten sich zu einer freiwilligen Haltefrist (Lock-up-Preiode) von zwölf Monaten verpflichtet.

Filmlizenzenbestand aufgestockt

Ems sieht sich nach Angaben von Wirsing-Lüke als Pionier für DVD-Technologie (Digital Versatile Discs). Das Unternehmen erwerbe internationale Lizenzen, emtwickele multimediale Inhalte für Filme, Musik und Spiele und vertreibe die DVDs. Damit werde die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt. Seit März vergangenen Jahres sei der Filmlizenzenbestand auf mehr als 1000 von knapp 30 aufgestockt worden. Jährlich sollen rund 100 weitere dazukommen, sagte Wirsing-Lüke. Nach Angaben von Finanzvorstand Georg Steimel zählen große Handelsketten wie Saturn, Media Markt, die Metro AG, Rewe, Quelle, Karstadt, ProMarkt oder Galeria Kaufhof zu den Hauptkunden.

Mit dem frischen Kapital aus dem Börsengang will e-m-s nach Worten Wirsing-Lükes intern und extern wachsen. Ab kommenden Frühjahr sollen die DVDs des Unternehmens auch in Skandinavien, den Benelux-Ländern, Großbritannien und Irland über Partnerschaften vertrieben werden. Geplant sei auch, die einzelnen Wertschöpfungsstufen auszubauen und die Verwertung in Kinos und im Fernsehen zu nutzen. Auf der Produktseite sollen zudem die Bereiche Spiele, Musik und Special Interests ausgebaut werden.

Verlust im laufenden Jahr erwartet

Wegen des Ausbaus des Vertriebs und des umfangreichen Erwerbs neuer Lizenzen, die ab dem Beginn kommenden Jahres vermarktet werden sollen, werde im laufenden Jahr ein Verlust vor Zinsen und Steuern (EBit) von 1,3 Mill. DM erwartet. 1999 seien noch 0,2 Mill. DM Gewinn geschrieben worden. Der Umsatz werde sich auf 13,2 Mill. DM belaufen. Bereits für das kommende Jahr werde wieder ein Ebit-Gewinn in Höhe von 14,5 Mill. DM und ein Umsatz von dann 62 Mill. DM prognostiziert.

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