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Ströbele gewinnt als erster Grüner Direktmandat

Als erster Grüner hat der Alt-Linke Hans- Christian Ströbele ein Direktmandat für den Bundestag gewonnen. Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg erreichte Ströbele 31,5 Prozent.

HB BERLIN. Sein härtester Konkurrent, Berlins SPD-Landesvize Andreas Matthae, lag mit knapp 30 Prozent auf dem zweiten Platz. Abgeschlagen auf dem dritten Platz erreichte die PDS-Kandidatin Bärbel Grygier 21 Prozent.

Im Frühjahr war Ströbele bei seiner Kandidatur für den aussichtsreichen zweiten Platz der Berliner Landesliste gescheitert. Die Parteimitglieder stellten stattdessen den früheren DDR- Bürgerrechtler Werner Schulz auf. Ströbele entschied sich daraufhin, auf direktem Weg um seinen Wiedereinzug in den Bundestag zu kämpfen.

Der 63-jährige Rechtsanwalt gilt als entschiedener Pazifist und Vertreter des linken Grünen-Flügels. Im Bundestag sorgte er mehrfach für Aufsehen. Er sprach sich vehement gegen die Beteiligung Deutschlands am Afghanistan-Einsatz aus und verweigerte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auch bei dessen Vertrauensfrage dazu die Gefolgschaft.

Zwei Tage vor der Bundestagswahl war Ströbele an einem Grünen - Wahlstand in Berlin von einem Rechtsextremisten mit einem Schlagstock attackiert worden. Der Politiker wurde dabei verletzt. Der 35-jährige Täter wurde festgenommen.

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