Ertragskrise der deutschen Banken
BAFin sieht keine Zuspitzung der Lage

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hat sich vehement gegen den Eindruck einer drohenden Systemkrise im deutschen Kreditgewerbe ausgesprochen. Von einer Zuspitzung der Lage im deutschen Bankenwesen könne keine Rede sein, betonte der Vizepräsident der Behörde, Karl-Burkhard Caspari, am Mittwoch.

vwd BONN. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, die betroffenen Banken könnten die internationalen Eigenkapitalstandards zum Jahresende nicht einhalten. Ihm fehle jedes Verständnis für die gegenwärtige Übertreibung des Marktes, insbesondere für die Zweifel an der Liquidität deutscher Institute, betonte der Vizepräsident.

Die Liquidität werde von den maßgeblichen deutschen Banken professionell gemanagt, fügte Caspari hinzu. Es gebe keinen Anlass zu bankaufsichtsrechtlicher Sorge. Gleichzeitig müsse jeder, der böswillig unzutreffende Gerüchte in die Welt setze, mit Untersuchungen wegen möglicher Marktmanipulationen rechnen. Caspari verwies außerdem darauf, dass die BAFin routinemäßig die aktuelle Ertrags- und Risikosituation der deutschen Banken untersucht. Insbesondere mit den Großbanken stehe die Behörde in regelmäßigem Kontakt, erläuterte er.

Wegen der allgemeinen Kapitalmarktlage habe die BAFin ihre Aufsicht verstärkt und informiere sich noch intensiver als üblich über die zu erwartenden Jahresabschlüsse. Dabei habe sich gezeigt, dass die deutschen Institute genau wie ihre internationalen Wettbewerber unter dem Rückgang der Börsenkurse litten. Insgesamt dürften die Ergebnisse der vergangenen Jahre nicht erreicht werden, summierte der Vizepräsident.

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