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Ertragswarnungs-Wolken ziehen auf

Die Wall Street startete leicht schwächer in den neuen Handelstag. Die Investoren scheinen die Gewinnwarnung von Juniper gegen den optimistischen Ausblick des Chipherstellers Intel abzuwägen.

Von Konjunkturseite gibt es heute keine wichtigen Veröffentlichungen. Dafür dreht sich das Nachrichtenkarussell auf Unternehmensseite um so schneller. Für Erleichterung hat Intel gestern nach Handelsschluss gesorgt. Die Erwartungen werden im zweiten Quartal voraussichtlich erfüllt. Das dürfte die wichtigste Meldung des Quartalszwischenberichts sein. Wie das Unternehmen zudem mitteilte, hat sich die Nachfrage nach Mikroprozessoren stabilisiert.

Dagegen geht es Juniper nicht so glänzend. Der Netzwerkhersteller erwartet jetzt einen Gewinn von acht bis neun Cents im zweiten Quartal, die Investoren und Analysten erwarteten dagegen 24 Cents pro Aktie. Juniper gibt dem schwierigen Marktumfeld die Schuld für die herbe Enttäuschung.

Im Plus dürfte der Ölsektor starten. Die Deutsche Bank Alex Brown rechnet in den kommenden Woche mit steigenden Ölpreisen. Der angekündigte Exportstop des Irak dürfte nach Ansicht der Analysten dazu führen, dass die Preise wieder anziehen werden.

Dem Computerkonzern IBM ist es gelungen, Siliziumatome zu manipulieren. Dadurch können Halbleiter in Zukunft rund 30 Prozent schneller arbeiten. 2003 könnten die ersten Prozessoren auf den Markt kommen.

Positiv für DuPont könnte sich die Nachricht auswirken, dass Bristol-Myers Squibb die Pharmasparte des Chemiekonzerns für 7,8 Milliarden Dollar übernehmen wird. Doch auch die Aktie von Bristol-Myers könnte sich im Handel behaupten. Zwar geben Kaufkandidaten normalerweise kurzfristig Punkte ab, allerdings liegt der Betrag leicht unter dem Preis, der zu Wochenbeginn in New York vermutet worden war.

Aus welcher Richtung bläst den Märkten also der Wind entgegen? Eine ganze Reihe von Umsatzwarnungen dürften sich bremsend auf die Performance zum Wochenende auswirken. Aus dem High-Tech Sektor kommen noch weitere Hiobsbotschaften. 3Com, Handspring und TranSwitch werden an den Umsatzprognosen vorbeischrammen. Nach der Warnung vom Vortag hat Broadcom die Gunst der Analysten zurück gewonnen. Zumindest Prudential Securities stuft die Aktie von "halten" auf "kaufen" auf. Das Kursziel steht bei 56 Dollar pro Aktie.

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