Erwartete Kosteneinsparungen in Frage
Aktie des Tages: Daimler-Chrysler AG

Die Terroranschläge in den USA werden auch für DaimlerChrysler wirtschaftliche Folgen haben. Nach Einschätzung von Analysten dürften bei der Chrysler Group die US-Verkäufe wegen der Nachfrageflaute ab September um 34 % zurückgehen. Chrysler-Chef Dieter Zetsche muss deswegen die im Chrysler-Restrukturierungsprogramm anvisierten Kostenersparnisse vermutlich in Frage stellen. Ursprünglich war von der Chrysler Group für 2001 ein operativer Verlust von 2,2 bis 2,6 Mrd. ? (4,3 bis 5,0 Mrd. DM) geplant.

ddp BERLIN. Der gesamte Daimler-Chrysler-Konzern sollte Planungen vom Februar zufolge im Geschäftsjahr 2001 noch einen kleinen Operating Profit von 1,2 bis 1,7 Mrd. ? erreichen. Ob auch der Restrukturierungsplan für die seit Monaten in der Verlustzone befindlichen US-Nutzfahrzeugtochter Freightliner revidiert werden muss, ist offen. Der neue Freightliner-Chef Rainer Schmückle will am 20. Oktober ein Sanierungskonzept vorlegen.

Nachdem die Aktie in diesem Jahr bei volatiler Entwicklung mehrmals die 60-€-Marke angesteuert hatte, ging es seit Juni konstant bergab. Die Ereignisse vom 11. September beschleunigten den Abwärtssog, so dass Daimler-Chrysler am 21. September ein neues Jahrestief bei 30,22 ? erreichten. Derzeit notiert das Dax-Papier bei 31,51 ?. Für Analyst Hendrik Emrich von der Berenberg Bank ist im derzeitigen Aktienkurs eine moderate Gewinnwarnung im Hinblick auf die US-Töchter Chrysler und Freightliner bereits eingepreist. "Die Titel sollten bei einem Kursziel von 36 ? gehalten werden», empfahl der Experte am Donnerstag in Hamburg. Allerdings sei das Risiko bei dieser Aktie überdurchschnittlich hoch. Ebenfalls mit "Halten" stufte die Bankgesellschaft Berlin Daimler-Chrysler ein. Etwas optimistischer ist die Hypovereinsbank, deren Empfehlung "Outperform" lautet.

Daimler-Chrysler ging 1998 aus der Fusion der Daimler-Benz mit der amerikanischen Chrysler Corp. hervor. Heute gehört der Konzern zu den größten Automobil-, Transport-, und Dienstleistungsunternehmen der Welt, der in rund 200 Ländern der Erde seine Produkte verkauft. Schwerpunkte der geschäftlichen Aktivitäten liegen in Nordamerika und Europa. Das Unternehmen ist für seine qualitativ hochwertigen Automobile bekannt und führt mit der Marke Mercedes-Benz weltweit das Premiumsegment an. Daneben gehören diverse US-Marken mit Geländefahrzeugen, Minivans und Pickups zum Sortiment. Bei schweren Nutzfahrzeugen und Bussen der Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Sterling und Setra ist das Unternehmen eigenen Angaben zufolge Weltmarktführer.

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