Erwartungen der Analysten erfüllt - Irak-Krieg belastet Zweitquartalsergebnis
Disney verbucht Gewinnrückgang

Der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney hat im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang verzeichnet. Die Erträge wurden vom Besucherrückgang in den Disney-Themenparks wegen des Irak-Krieges und der allgemeinen Wirtschaftsflaute sowie von höheren Kosten beim Fernseh-Sender ABC belastet.

rtr/vwd LOS ANGELES. Das in Burbank in Kalifornien ansässige Unternehmen bezifferte am Donnerstag den Nettogewinn im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende März) auf 229 Millionen Dollar oder elf Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 259 Millionen Dollar oder 13 Cent pro Aktie. Mit elf Cent entsprach der Gewinn pro Aktie aber den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Den Umsatz gab Disney mit 6,3 Milliarden Dollar an, verglichen mit 5,9 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

Das Unternehmen sieht sich jedoch bei einer Konjunkturwende gut positioniert. Die Mediensparte von Walt Disney, zu der die Sender ABC und ESPN gehören, habe in der Berichtsperiode einen Umsatz von 2,5 Mrd. $ und somit einen Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Der Betriebsgewinn des Bereichs ging jedoch um 25 Prozent auf 232 Mill. von 309 Mill. $ zurück. Schuld seien höhere Ausgaben für die Irak-Berichterstattung, hieß es. Auch seien die Kosten für die Produktion von TV-Serien gestiegen. Die Insolvenz von DirecTV in Lateinamerika habe sich ebenfalls negativ ausgewirkt. Der Sender ist für Walt Disney der wichtigste Verteiler in dieser Region.

Auch die Erlebnisparks von Walt Disney litten im zweiten Quartal unter der schlechten Stimmung, die durch das weltpolitische Geschehen sowie die Konjunkturschwäche bedingt sei, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz des Bereichs ging auf Jahressicht um drei Prozent auf 1,5 Mrd. von 1,53 Mrd. $ zurück. Der Betriebsgewinn fiel um 45 Prozent auf 155 Mill. $ von 280 Mill. $ im entsprechenden Vorjahresquartal. Die Anzahl der Besucher sei gesunken und die Auslastung der Hotels zurückgegangen, hieß es. Darüber hinaus sind die Kosten für die Unterhaltung der Erlebnisparks den Angaben zufolge im zweiten Quartal gestiegen. Eine gleichzeitige Anhebung der Eintrittspreise habe diese Entwicklung nicht kompensieren können.

Die Filmsparte von Walt Disney hingegen verzeichnete als einziges Geschäftssegment im zweiten Quartal einen Anstieg sowohl des Umsatzes als auch des Betriebsgewinns. Die Erlöse kletterten um 20 Prozent auf 1,9 Mrd. $ nach 1,6 Mrd. $ im Vorjahr. Der operative Gewinn legte auf 206 Mill. $ von 27 Mill. $ zu. Walt Disney führt das Wachstum auf zahlreiche DVDs und Videos zurück, die im zweiten Quartal auf den Markt kamen.

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