Erwartungen der Analysten wurden zum größten Teil leicht übertroffen
US-Banken legen gute Quartalsergebnisse vor

Die größten Bankhäuser der USA melden Zuwächse durch verstärkte Kreditauszahlungen an die Kundschaft und gestiegene Erlöse im Investmentbanking.

Reuters NEW YORK. Die größten Bankhäuser der USA haben am Montag gute Quartalsergebnisse vorgelegt und dabei die Erwartungen der Analysten zum größten Teil leicht übertroffen. Lediglich die nach dem Anlagevermögen größte US-Bank, die Bank of America, verfehlte trotz eines gestiegenen Ergebnisses die Analysten-Prognosen knapp. Während die Aktien der Bank of America an der Börse sich nur knapp behaupteten, legten die Papiere der Bank of New York bis vor Handelsschluss zwei $ auf gut 49 $ zu. Die Aktien von FleetBoston Financial wurden zur Verwunderung von Händlern rund einen $ billiger bei 36-11/16 $ gehandelt, obwohl die Erwartungen im Quartal übertroffen wurden.

Die Bank of America registrierte eigenen Angaben zufolge einen Anstieg beim Zinsergebnis im zweiten Quartal netto um ein Prozent auf 4,71 Mrd. $. Gleichzeitig seien die Erträge zinsloser Geschäfte um ein Prozent auf 3,50 Mrd. $ gesunken, hieß es. Der Gewinn sei im zweiten Quartal erwartungsgemäß um sieben Prozent auf 2,06 Mrd. $ gestiegen nach 1,92 Mrd. im Vorjahresquartal. Das Ergebnis pro Aktie lag mit 1,23 (Vorjahr 1,15) $ einen Cent unter den Erwartungen. Bei Bank of America machte sich den Angaben zufolge die deutliche Konsolidierung der US-Technologiebörse Nasdaq im Frühjahr negativ bemerkbar. Das Risikokapitalgeschäft habe darunter gelitten, hieß es.

Bei der Bank von New York Co. Inc. stieg der Netto-Gewinn im zweiten Quartal eigenen Angaben zufolge um zehn Prozent auf 356 Mill. $. Der Rekordgewinn im zweiten Quartal sei vor allem auf Gebühreneinnahmen bei der Wertpapier-Verwahrung und der Vermögensverwaltung zurückzuführen, hieß es. Der Gewinn pro Aktie habe sich damit auf 48 Cents von 42 Cents erhöht. Die meisten Analysten hatten einen Gewinnanstieg von durchschnittlich 47 Cents pro Aktie erwartet.

FleetBoston nannte als Ergebnis pro Aktie 0,83 $ nach 0,72 $ im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit nur 0,82 $ gerechnet. Der operative Reingewinn des Unternehmens stieg den Angaben zufolge auf 772 (Vorjahr 700) Mill. $. FleetBoston erlöste aus dem Verkauf von Einlagen und Krediten an Sovereign Bancorp eigenen Angaben zufolge einen einmaligen Ertrag von 75 Mill. $.

Alle drei Institute berichteten über Geschäftszuwächse durch verstärkte Kreditauszahlungen an die Kundschaft und gestiegene Erlöse im Investmentbanking. Die gestiegenen Zinsen in den USA drückten bei den Banken jedoch auf die traditionellen Bankgeschäfte.

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