Erwartungen erfüllt
IBM verdient trotz stagnierendem Umsatz mehr

Der weltgrößte Computerhersteller International Business Machines (IBM) hat zwar im zweiten Quartal 2001 trotz stagnierender Umsatzerlöse mehr verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum, sich aber für die zweite Jahreshälfte zurückhaltend geäußert.

rtr NEW YORK. Wie IBM am Mittwoch nach US-Börsenschluss in New York mitteilte, stieg der Nettogewinn im Berichtsquartal auf zwei Mrd. Dollar (4,5 Mrd. DM) von 1,9 Mrd. Dollar im Vorjahr. Den Gewinn je Aktie bezifferte IBM auf 1,15 Dollar verglichen mit 1,06 Dollar im Vorjahr. Damit erfüllte IBM punktgenau die Erwarungen der Analysten, die im Durchschnitt mit 1,15 Dollar gerechnet hatten.

Der Umsatz habe sich mit 21,6 (21,65) Mrd. Dollar kaum verändert, teilte das Unternehmen weiter mit. Die breite Dienstleistungs- und Produktpalette habe IBM vor dem Abschwung in der Hochtechnologiebranche bewahrt, begründete IBM die Entwicklung. Die Aktie von IBM verbuchte im nachbörslichen Handel Kursverluste.

IBM-Chef Louis Gerstner sagte, dass sich das Geschäft mit PCs, Diskettenlaufwerken und im Mikroelektronik-Bereich schleppend entwickelt habe. "Wir sind auch nicht immun gegen einige der Probleme, unter denen viele unserer Konkurrenten gelitten haben", sagte Gerstner weiter. "Wir haben eine anhaltende Schwäche bei PCs und bei Diskettenlaufwerken gesehen, und wir wurden weiterhin von den negativen Auswirkungen der Wechselkurse belastet", fügte er hinzu. IBM gehe davon aus, dass diese Faktoren weiterhin gegen das Unternehmen im zweiten Halbjahr arbeiten dürften. Darüber hinaus sehe man derzeit die Anzeichen eines sich abschwächenden Mikroelektronik-Geschäfts.

Wechselkurseffekte und Wertberichtungen könnten den Gewinn im zweiten Halbjahr belasten, sagte Finanzchef John Joyce. Angesichts des Abschwungs im Mikroelektronik-Bereich seien diese Belastungen nur sehr schwer wettzumachen, fügte er hinzu. "Im dritten und vierten Quartal dürften wir einen ziemlich dramatischen Rückgang im Geschäftsbereich Mikroelektronik sehen, etwa 15 % gegenüber dem zweiten Quartal", sagte Joyce weiter. Für das Gesamtjahr rechne IBM mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich.

Die Umsatzerlöse aus dem weltweiten Computer-Dienstleistungsgeschäft hätten um sieben Prozent auf 8,7 Mrd. Dollar zugenommen und damit das Umsatzvolumen für Computer erstmalig übertroffen, teilte IBM weiter mit. Der Umsatz aus dem Hardwaregeschäft sei um fünf Prozent auf 8,7 Mrd. Dollar zurückgegangen, die Umsätze aus dem Softwarebereich hätten sich um ebenfalls fünf Prozent auf drei Mrd. Dollar abgeschwächt. Der Umsatz mit Großrechnern und Datenspeichergeräten sei dagegen stark gewesen, hieß es.

Im nachbörslichen Handel sackte die IBM-Aktie auf 100 Dollar glatt von einem Schlusskurs im regulären New Yorker Börsengeschäft von 104,28 Dollar. IBM ist im 30 führende Industriewerte umfassenden Dow-Jones-Index notiert.

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