Erwartungen nicht erfüllt
Traumhochzeit von Ufa und Cinemaxx geplatzt

Die beiden Kinokonzerne Cinemaxx AG und Ufa haben die vor rund einem Jahr gestartete Kooperation aufgegeben. Die Trennung sei auf Wunsch der Ufa erfolgt, sagte ein Ufa-Sprecher.

dpa-afx/rtr HAMBURG. Die Erwartungen, die die Ufa (Hamburg) und deren Mehrheitsgesellschafter, der US- Versicherungskonzern Pricoa Capitals und die Beteiligungsgesellschaft Apax Partners, in die Zusammenarbeit gesetzt hätten, seien nicht erfüllt worden.

Vor rund einem Jahr hatte Cinemaxx (Hamburg) 10 % an der Ufa Theater GmbH und Co. KG und über einen so genannten Geschäftsbesorgungsvertrag auch das Management der Ufa übernommen. Ursprünglich war eine komplette Fusion bis zum Jahr 2005 angestrebt worden.

Die Ufa sei zwar auf gutem Weg aber noch nicht über den Berg, begründete der Ufa-Sprecher den Schritt. "Die Ufa setzt wieder auf die eigene Kraft mit eigenem Management." Die Ufa wolle dem neuen Standort Hamburg treubleiben, hieß es.

Die Ufa führe ihre Geschäfte ab dem 1. September wieder eigenständig, teilte Cinemaxx am Sonntagnachmittag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Trotz dieser Vertragsauflösung wollten beide Unternehmen auch weiter in verschiedenen Geschäftsfeldern gemeinsam auftreten. Auf Grund der schwierigen Situation im deutschen Kinomarkt setzten beide Betreiber den notwendigen Sanierungsweg jeweils eigenständig fort. Cinemaxx bleibe aber weiterhin mit mehr als zehn Prozent an der Ufa beteiligt. Zur gemeinsamen Nutzung von Synergiepotentialen sei auch eine künftig enge Zusammenarbeit vereinbart, teilte der Kinobetreiber weiter mit.

Anfang Juli hatte Cinemaxx mitgeteilt, wegen hoher Aufwendungen für seine Neuausrichtung erst ab 2002 wieder mit Gewinnen zu rechnen. Finanzvorstand Marius Schwarz hatte auf der Hauptversammlung am 5. Juli in Hamburg gesagt, im laufenden Geschäftsjahr werde Cinemaxx kein positives Ergebnis ausweisen, da die Bilanz erneut durch Aufwendungen für die Bereinigung des Auslandsgeschäfts belastet werde. Zugleich versuche man weiter, von den Vermietern seiner Kinos einen Sanierungsbeitrag zu erhalten - bisher jedoch nur mit geringem Erfolg. Außerdem stünden die besucherschwachen Sommermonate erst bevor.

An Cinemaxx ist das Berliner Medienunternehmen Senator Entertainment mit 25 % beteiligt.

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