Erwartungen weniger optimistisch
Weltwirtschaftsklima trübt sich leicht ein

Aber es gibt zurzeit noch kein Signal für eine Konjunkturabschwung.

ap MÜNCHEN. Das Weltwirtschaftsklima hat sich erstmals seit Anfang 1999 leicht eingetrübt. Wie aus dem jüngsten ifo-Konjunkturtest International für Juli und August hervorgeht, sank der Indikatorwert von 117,2 im April auf 113,6. Grund seien vor allem weniger optimistische Erwartungen. In Westeuropa und den USA hielt der Aufschwung zwar an, doch soll sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte abschwächen. In Asien verlangsamte sich der Aufwärtstrend. Der Euro galt allgemein als unterbewertet. An der Umfrage nahmen 750 Wirtschaftsexperten aus 82 Ländern teil.

Weltweit rechneten die Experten damit, dass sich das Wirtschaftswachstum in der zweiten Jahreshälfte auf einem etwas niedrigeren Niveau stabilisiert. Der schwächere Indikator sei kein Zeichen für einen weltweiten Konjunkturabschwung. Das gute Weltwirtschaftsklima könne noch ein bis zwei Jahren anhalten.

In den meisten westeuropäischen Ländern wurde die aktuelle Situation besser beurteilt, dafür fielen die Erwartungen weniger optimistisch aus. Vor allem in Großbritannien gab es nach ifo-Angaben Zeichen für eine Verlangsamung des Aufschwungs. Auch in den USA rechneten die Teilnehmer mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum in der zweiten Jahreshälfte.

Asiatische Wirtschaft wächst langsamer

In Asien verlangsamte sich der Aufwärtstrend. In Japan und Indonesien gab es noch keine Zeichen für einen Aufschwung, dagegen wurden China, Südkorea und Singapur mehr Wachstum prophezeit.

Viel Optimismus herrschte in Osteuropa. Die Umfrageteilnehmer beurteilten sowohl die gegenwärtige Situation als auch die Aussichten besser. Vor allem in Ungarn und Slowenien war die Zufriedenheit groß, aber auch in Polen, Estland und Tschechien gab es Zeichen für einen Aufschwung. In Lateinamerika wurde die aktuelle Situation etwas schlechter beurteilt. Für das nächste halbe Jahr zeichnet sich den Angaben zufolge aber eine Zunahme des Wirtschaftswachstums ab.

Den Euro sahen die meisten Experten klar unterbewertet. Dagegen erschienen ihnen US-Dollar und britisches Pfund zumeist als überbewertet. Die meisten Umfrageteilnehmer erwarteten für die zweite Jahreshälfte eine Korrektur des US-Dollars, vor allem gegenüber dem Euro.



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