Erwartungen zurückgeschraubt
McDonald's verdient in Japan wegen BSE-Krise weniger

Der Gewinn der Imbiß-Kette geht in Japan um ein Viertel zurück. Während hierzulande die Rinderwahnsinn-Panik nahezu verflogen ist, geht sie in Fernost erst richtig los, nachdem ein Mädchen an Creutzfeld-Jacob erkrankte.

afp TOKIO. Wegen der BSE-Krise hat die Fast-Food-Kette McDonald's ihre Gewinnerwartungen in Japan deutlich zurückgeschraubt. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Tokio mitteilte, rechnet es nun nur noch mit einem Überschuss von 10,7 Mrd. Yen (193 Mill. DM/98,7 Mill. ?) im Ende Dezember auslaufenden Geschäftsjahr. Dies ist über ein Viertel weniger als ursprünglich erhofft.

Ungeachtet der Tatsache, dass McDonald's "sicheres" Rindfleisch aus Australien beziehe, leide das Unternehmen unter "zunehmender Besorgnis unter den Verbrauchern, dass jegliches Rindfleisch unsicher ist", sagte der Vize-Präsident von McDonald's Japan, Yasuyuki Yagi, vor Journalisten. Ende September war in Japan ein erster BSE-Fall offiziell bestätigt worden. Bis dahin hatte das Land als BSE-frei gegolten. McDonald's hatte wegen der darauf folgenden Umsatzrückgänge im Oktober eine millionenschwere Werbekampagne unter dem Motto "Mehr Geschmack, mehr Sicherheit" gestartet. Dennoch geben nach Umfragen derzeit mehr als 60 % der Japaner an, wegen BSE überhaupt kein Rindfleisch mehr zu essen. Verstärkt wurde die Furcht vor der Rinderseuche durch den Fall eines Mädchens, das im Oktober positiv auf die mit BSE in Verbindung gebrachte Creutzfeld-Jacob-Krankheit getestet wurde.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%