Erweiterungsrunde soll im Herbst 2002 eingeläutet werden
Nato will in den kommenden Jahren neue Länder aufnehmen

Die Nato will in den kommenden Jahren weitere osteuropäische Länder aufnehmen. Die Staats- und Regierungschefs des Bündnisses waren sich nach den Worten von Generalsekretär George Robertson bei ihrem Gipfel am Mittwoch in Brüssel einig, im nächsten Jahr eine neue Beitrittsrunde einzuläuten.

afp BRÜSSEL. Der Beschluss solle auf dem nächsten offiziellen Nato-Gipfel im November 2002 in Prag gefällt werden. "Die Null-Option ist vom Tisch", sagte Robertson. Bislang war offen, ob die Nato in Prag überhaupt neue Länder zu Beitrittsverhandlungen einlädt. Wieviele der neun Aspiranten aufgenommen werden sollen, sagte Robertson nicht. Mit der Entscheidung droht Verstimmungen mit Russland, das ein erbitterter Gegner der Ost-Erweiterung der NATO ist.

Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush bei seinem ersten Auftritt im Kreis der Nato-Kollegen gefordert: "Wir müssen unsere Hände ausstrecken und unsere Herzen öffnen für neue Mitglieder, um Sicherheit für ganz Europa zu gewährleisten." Robertson sagte, die Erweiterung werde zur "Stabilisierung der euro-atlantischen Zone beitragen".

Die neun Kandidaten sind die drei baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland sowie die Slowakei, Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Albanien. Seit 1999 sind bereits die drei ehemaligen Ostblock-Länder Ungarn, die Tschechische Republik und Polen Mitglieder des Bündnisses.

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