Erzeugerpreise zurückgegangen
Stimmung bei US-Verbrauchern aufgehellt

Zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts hat sich Stimmung unter den US-Verbrauchern weiter leicht aufgehellt. Das zeigt der von der Universität Michigan ermittelte Index des Verbrauchervertrauens, der den zweiten Monat in Folge zulegte. Volkswirte werteten die am Freitag veröffentlichten Daten als Hinweis darauf, dass der private Konsum in den Vereinigten Staaten zu einer Stabilisierung der Konjunktur und der Finanzmärkte beitragen könnte.

Reuters NEW YORK. Sie warnten allerdings zugleich vor übertriebenen Hoffnungen angesichts des anhaltend schwachen Arbeitsmarktes und eines weiterhin drohenden Irak-Krieges. Wie aus Finanzkreisen verlautete, kletterte der Michigan-Index Anfang Dezember auf vorläufig 87,0 (Vormonat 84,2) Zähler. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt einen geringeren Anstieg auf 85,0 Punkte prognostiziert. Der von Anlegern viel beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Analysten werteten den Index-Anstieg als gute Nachricht insbesondere mit Blick auf das traditionell umsatzstarke Weihnachtsgeschäft. "Sie kommt zu den denkbar besten Zeiten für den Einzelhandel", sagte Christopher Low, Chef-Volkswirt bei FTN Financial in New York. "Die Verbraucher geben jetzt schon mehr aus, als sie es Ende des dritten Quartals taten, besonders für andere Dinge als Autos. Und dieser Bericht deutet an, dass es im letzten Monat des Quartals eine weitere Verbesserung geben könnte."

Andere Daten schwächer als erwartet

Den Angaben zufolge stieg der von der Universität Michigan berechnete Index der gegenwärtigen Bedingungen, der die Einschätzung der aktuellen finanziellen Situation der Verbraucher wiedergibt, im Dezember auf 95,9 (93,1) Punkte. Der Index der Erwartungen für die nächsten zwölf Monate legte auf 81,2 (78,5) Zähler zu. Der vorläufige Michigan-Index beruht auf einer telefonischen Befragung von rund 300 US-Bürgern. Für die Ermittlung des endgültigen Indexes am Monatsende werden weitere 200 Bürger befragt.

An den Finanzmärkten gab es kaum nachhaltige Reaktionen auf den Michigan-Index. Der Dollar löste sich von seinen am Mittag erreichten Tiefständen. Er war zum Euro auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren gefallen.

Im Gegensatz zu Vertrauensindex fielen andere am Freitag veröffentlichte US-Konjunkturdaten schwächer aus als erwartet. So gingen die Erzeugerpreise im November überraschend zurück. Sie fielen zum Vormonat um 0,4 Prozent. Analysten hatten mit einem unveränderten Stand gerechnet. Ferner stiegen die Lagerbestände der Industrie- und Handelsunternehmen im Oktober mit 0,2 Prozent etwas stärker als von Analysten mit 0,1 Prozent prognostiziert. Ein weiterer Lageraufbau weist auf eine verhaltene konjunkturelle Entwicklung hin. Eine zunehmende Räumung der Lager signalisiert Volkswirten dagegen eine bald wieder steigende Produktion und wird damit als Vorzeichen eines baldigen Wirtschaftsaufschwungs interpretiert.

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