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Es geht in die nächste Runde

Gewinnwarnungen, Wachstumsbedenken und Konjunkturdaten kosteten die Börsianer an der Wall Street in dieser Woche erneut nicht nur ihre Nerven. Am letzten Tag der verkürzten Handelswoche belasten Gewinnwarnung und erneut schlechte Unternehmensmeldungen bei Sun Microsystems die Märkte. Das Ruder wird heute niemand mehr herumreißen können. Wann das Schiff wieder Fahrt bekommt, bleibt ungewiss. Sicher ist, die Futures deuten auf einen leichten Handelsstart und Gewinne sind lediglich den Shortsellern sicher.

Sun Microsystems hat es richtig gemacht. Nein, gemeint ist nicht das Management, dass das Unternehmen nicht nur zu schwächeren Gewinn- und Umsatzwachstum führte. Gemeint ist Suns Investor Relations Abteilung, die die gestrige Analystenkonferenz auf einen Zeitpunkt nach Börsenschluss legte. So konnte die Aktie, die in dieser Woche ihr 52-Wochentief erreichte, zumindest gestern in Erwartung guter Nachrichten mit einem Gewinn von rund sechs Prozent aus dem Rennen gehen. Doch die Börsianer wurden enttäuscht. Der Serverhersteller hat seine Gewinnerwartungen für das dritte Quartal und das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Für die enttäuschende Geschäftsentwicklung macht Sun - wie bereits viele seiner Kollegen - das schwache Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten verantwortlich. Brokerhäuser wie Merrill Lynch, die die Aktie bereits vor einigen Tagen abstuften, fühlen sich bestätigt. Die Aktie von Sun büßt bereits vorbörslich acht Prozent ein.



Das Schicksal eines eher trüben Börsentages teilt Motorola mit Sun. Der Mobilfunkhersteller wird im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres voraussichtlich keinen Gewinn ausweisen können. Verantwortlich für den Verlust im operativen Bereich macht der Konzern - ja, Sie wissen es, das - kränkelnde US-Wirtschaftswachstum. Anhaltend hohe Lageerbestände belasten das Unternehmen. Die Aktie notiert vorbörslich rund sieben Prozent im Minus. Die Aktie von Nokia verliert ebenfalls vor Handelsstart an Wert. Unter Druck gerät erneut Qualcomm. Nachdem die Aktie diese Woche einen Stammplatz auf der Verliererliste der Nasdaqwerte hatte, geht es vorbörslich erneut ins Minus. Die Deutsche Bank Alex Brown reduziert die Einstufung für Qualcomm, Micro Devices und andere Werte des Telekommunikationssektors. Gespannt dürften Anleger auf die Analystenkonferenz bei Qualcomm in der kommenden Woche sein.



Vorbörslich ebenfalls schwächer notiert Bea Systems. Das E-Commerce-Unternehmen, erwirtschaftete zwar im vergangenen Quartal einen Gewinn von zehn Cents pro Aktie und übertraf die Analystenerwartungen damit um einen Cent. Doch verfehlte der Umsatz die Erwartungen um vier Millionen Dollar. Goldman Sachs empfiehlt die Aktie zum Kauf. Anleger sehen das vorbörslich jedoch anders. Der Titel verliert fast 15 Prozent.



Ebenfalls schwächer notieren die Titel von Chiphersteller Xilinx und Altera. Negative Anaylstenkommentare kosten beide Werte am Morgen Punkte.



Und weil es nicht nur negative Nachrichten geben kann, sorgen William und General Motors mit erfreulichen Neuigkeiten zumindest für einen kleinen Lichtblick.



General Motors

hat auf einer Analystenkonferenz die Gewinnprognosen für 2001 bestätigt. Der US-Automobilkonzern will in Nordamerika in diesem Jahr mindestens zwei Milliarden Dollar erwirtschaften. Vor allem auf den Auslandsmärkten Asien, Europa und Lateinamerika soll das Geschäftsergebnis verbessert werden.

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