"Es geht uns relativ gut"
Madsack erwartet für 2003 weitere Einbußen

Niedersachsens größtes Verlagshaus Madsack stellt sich für 2003 im dritten Jahr in Folge auf Einbußen bei Umsatz und Ertrag ein. Im ersten Halbjahr lägen Umsatz und Ergebnis als Folge weiterer Einbrüche im Anzeigen- und Beilagengeschäft deutlich unter dem schon schlechten Vorjahreszeitraum, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Friedhelm Haak, am Donnerstag in Hannover.

HB/dpa HANNOVER. Madsack werde aber auch 2003 deutlich schwarze Zahlen schreiben. Umsatz und Ertrag werden um etwa 7 % sinken, sagte Haak.

Schon 2002 war der Umsatz der Mediengruppe (unter anderem "Hannoversche Allgemeine Zeitung", "Neue Presse", "Göttinger Tageblatt") von 475,8 Mill. ? auf 446,3 Mill. ? zurückgegangen. Das sei etwa das Niveau von 1998. Der Konzernjahresüberschuss fiel von 54,7 Mill. ? auf 40,2 Mill. ?. "Es geht uns relativ gut", sagte Haak. Angesichts der schwersten Krise der Medienbranche nach Ende des Krieges und der finanziellen Situation anderer Verlage könne Madsack mit dem 2002- Ergebnis sehr zufrieden sein. Kostensenkungen hätten die Einnahmeausfälle zum Teil abfedern können.

Haak sieht noch kein Ende der Krise im Anzeigengeschäft. "Wir haben die Talsohle noch nicht erreicht", sagte er. Dennoch werde Madsack Ende 2003 wieder ein "ordentliches Ergebnis" haben. Grundsätzlich sei der Verlag auch weiterhin an Übernahmen oder Kooperationen interessiert, allerdings müssten die Bedingungen stimmen. Es sei auch mit einer weiteren Konzentration des Medienmarktes zu rechnen. "Der Markt ist sehr in Bewegung gekommen."

Der Umsatz in Niedersachsen fiel von 324,1 Mill. ? auf 303,1 Mill. ?. Mit minus 14 % auf 108,6 Mill. ? gab es die größten Einbußen im Anzeigengeschäft, vor allem bei den Stellen- und Immobilienanzeigen. Die Gesamtauflage der sieben Tageszeitungen in Niedersachsen ging um 3000 auf 346 600 zurück. Auch bei der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft, an der Madsack und der Springer-Verlag je 50 % halten, sanken Umsatz und Ergebnis.

Mit der Vermarktung über das Internet wird Madsack hingegen immer erfolgreicher. Inzwischen laufen rund ein Drittel der privaten und gewerblichen Anzeigen online ein, Ende des Jahres könnten es schon 40 % sein. Dies führe zu deutlicher Kostenersparnis in der Verarbeitung und Produktion.

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