"Es gibt keine Liquiditätskrise"
Allianz-Leben-Chef erwartet keine Konsolidierungswelle

Der Vorstandschef von Allianz Leben, Gerhard Rupprecht, erwartet keine Konsolidierungswelle auf dem deutschen Lebensversicherungsmarkt. Zugleich schloss er nicht aus, dass angesichts niedriger Zinsen die Überschussbeteiligung für die Versicherten weiter sinken könnte.

Reuters BERLIN. "Ich sehe nicht, dass ein paar große Firmen die kleinen aufsaugen", sagte Rupprecht in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" (Montagsausgabe).

Kleine, gut geführte Versicherer könnten sich offenbar wegen der hohen Beratungsintensität bei Lebensversicherungen gut halten, sagte Rupprecht laut Zeitungsvorab. "Seit meinem Berufsanfang, und der ist nun schon einige Jahre her, prophezeien Experten eine Konsolidierungswelle. Und es gibt immer noch über 100 Lebensversicherer." Eine Liquiditätskrise gebe es ebenfalls nicht. "Die deutschen Lebensversicherer nehmen pro Jahr rund 65 Milliarden Euro an Beiträgen ein. Ausschütten müssen sie nur 56 Milliarden Euro", sagte Rupprecht. Allianz Leben ist auf dem Markt der unangefochtene Marktführer.

Das niedrige Zinsniveau könnte sich nach Worten Rupprechts aber auf die Rendite für den Versicherten auswirken. Derzeit liege die Überschussbeteiligung bei etwa fünf Prozent. "Bleiben die Kapitalmarktzinsen aber dauerhaft so niedrig, will ich eine weitere Senkung der Überschussbeteiligung nicht ausschließen", sagte Rupprecht.

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