Es könnte auf 60 Stück hinauslaufen
A 400M wird bei Stückzahlreduzierung teurer

"Es ist klar geregelt, wie zu verfahren ist, wenn ein Land die Stückzahlen reduziert", sagte Hertrich der Zeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe) in einem am Montag vorab verbreiteten Interview.

Reuters MÜNCHEN. "Der Vertrag sagt auch, dass die Einzelpreise bei einer Veränderung der Stückzahlen nicht gleich bleiben." Ein Sprecher des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns ergänzte, Hertrichs Äußerungen seien so zu verstehen, dass bei sinkender Stückzahl der Preis je Maschine steige.

Hertrich betonte, eine Reduzierung der Stückzahl sei bislang nicht mit der EADS, zu der Airbus mehrheitlich gehört, erörtert worden. Falls Deutschland aber weniger Flugzeuge abnehme, werde auch der inländische Anteil an der Fertigung sinken.

Das Bundesverteidigungsministerium erklärte am Montag, das A 400M-Projekt wie andere Rüstungsvorhaben derzeit zu prüfen. Eine Entscheidung werde voraussichtlich Ende November oder Anfang Dezember bekannt gegeben. Medienberichten zufolge war der SPD-Rüstungsexperten Rainer Arnold zum A 400M-Programm mit den Worten zitiert worden: "Es läuft auf 60 Stück hinaus." Hintergrund ist das Vorhaben der Bundesregierung, bei der Bundeswehr zu sparen.

Hertrich wies darauf hin, dass eine Reduzierung der Stückzahl nur langfristig zu Einsparungen führen würde. "Bei einem Programm, das über mindestens 15 Jahre läuft, wäre dann der Spareffekt vor allem in den Jahren ab etwa 2014 zu spüren", sagte er in dem Zeitungsinterview.

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