Es mangelt an Ideen
Neuer Markt schließt schwächer

Von der US-Technologiebörse Nasdaq kamen keine positiven Impulse.

Reuters FRANKFURT. Der Frankfurter Neue Markt hat am Dienstag mit Abgaben geschlossen. Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab um 0,94 % auf 5103,21 Punkte nach. Der Nemax-50 der Top-Werte am Neuen Markt verlor 0,78 % auf 5704,08 Zähler. Von der US-Technologiebörse Nasdaq kamen keine positiven Impulse. Der Nasdaq-Index notierte beim Börsenschluss in Frankfurt etwas niedriger bei rund 3851 Punkten.

Angst vor schwachen US-Unternehmensergebnissen sowie die allgemeine Ideenlosigkeit machten Händler für die schlechte Entwicklung des Frankfurter Neuen Marktes am Dienstag verantwortlich. "Dem Markt mangelt es an eigenen Ideen", sagte ein Händler. Nachdem der Handel in den letzten Tagen etwas zugenommen habe, sei es heute sehr ruhig gewesen, hieß es. Belastend wirke sich die Sorge über schwächer als erwartete Quartalsergebnisse des amerikanischen Internet-Hardware-Anbieters Cisco Systems auf die Stimmung am Markt aus. Sollten die Quartalsergebnisse nicht allzugut ausfallen, werde es am Mittwoch noch weiter mit dem Neuen Markt nach unten gehen, sagte ein Händler.

Zu den größten Gewinnern am Neuen Markt gehörten die Aktien der ArtStor AG. Die Titel befänden sich derzeit in einer Kursfindungsphase und suchten ihr faires Niveau, sagte NordLB Analyst Marcus Sander. Die Papiere gingen mit einem Plus von mehr als 30 % auf 29,89 Euro aus dem Handel.

Ebenfalls zu den größten Gewinnern am Wachtumssegment gehörten die Aktien von Höft & Wessel. Das Unternehmen hatte am Morgen mitgeteilt, mehrere Aufträge im Gesamtvolumen von 15,4 Mill. DM erhalten zu haben. Nachbörslich vermeldete das Unternehmen für das erste Halbjahr einen vorläufigen Umsatz von etwa 60 Mill. DM bei einem ausgeglichenen Ergebnis nach Steuern.

Die Aktien der November AG gehörten zu den größten Verlierern am Neuen Markt. Die Papiere gingen mit einem Minus von mehr als zehn Prozent auf 19,40 Euro aus dem Handel. Die am Vortag vorgelegten Halbjahresergebnisse seien eigentlich im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, sagte ein Händler. Es gebe aber einzelne Anleger, die sich aus dem Titel zurückzögen. Hinzu komme, dass schon geringe Umsätze in dem derzeitigen Marktumfeld die Aktie nach unten drücken könnten.

NSE Software mussten um mehr als zehn Prozent auf 11,40 Euro Federn lassen. Der Software-Spezialist hatte mitgeteilt, im ersten Halbjahr 2000 habe sich die Gesamtleistung im Konzern um 4,8 % auf 23,8 Mill. Euro verbessert und damit die eigenen Planungen übertroffen. Das operative Ergebnis (Ebit) liege mit minus 2,5 Mill. Euro weitgehend im Rahmen der Halbjahresplanung von minus 2,3 Mill. Euro. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres sei noch ein positives Ebit von 1,6 Mill. Euro ausgewiesen worden.



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