Es sollen mind. 10 % der Enel-Anteile verkauft werden
Italienischer Staat will zweite Enel-Tranche verkaufen

Die italienische Regierung will die zweite Tranche von Aktien des Versorgers Enel SpA im ersten Halbjahr 2001 an den Markt bringen.

dpa-afx ROM. Wie der italienische Schatzminister Vincenzo Visco am Montag anlässlich einer Pressekonferenz zu den Privatisierungsplänen der Regierung in Rom sagte, sollen dann mindestens 10 % der Enel-Anteile verkauft werden. Der Staat hält derzeit eine Beteiligung von 68,26 % an Enel. Nach den Worten Viscos ist die römische Regierung bereit, die eigene Beteiligung am größten Strom- und Gasversorger des Landes auf unter 51 % zu reduzieren.

Wie Visco weiter sagte, will sich der Staat vor dem Verkauf der zweiten Enel-Tranche von den übrigen Anteilen am ehemaligen Telefonie-Monopolisten Telecom Italia SpA sowie von 5 % der Eni SpA trennen. Am Mineralölkonzern Eni ist die Regierung derzeit zu über 35 % beteiligt. Visco sagte, die Eni-Anteile würden "wahrscheinlich" an die Börse gebracht. Der Minister schloss den Verkauf der Telecom-Beteiligung an institutionelle Anleger wiederum nicht aus.

Des weiteren plant die Regierung nach Angaben des Generaldirektors im Schatzministerium, Mario Draghi, weitere Privatisierungen in den Sektoren Banken, Versicherungen und Immobilien. Der Verkauf von Anteilen der Wind SpA, einer gemeinsamen Mobilfunk-Tochter von Enel und France Telecom werde erst nach der Herausgabe der zweiten Enel-Tranche erfolgen.

Insgesamt rechnet die römische Exekutive laut Visco im Zeitraum 2000/2001 mit Privatisierungserlösen von rund 65 Bio. Lire. Dieser Wert entspreche in etwa 2,8 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP), so der Minister.

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