Es wächst zusammen, was zusammengehört
IP-Konvergenz macht sich schnell bezahlt

Reduzierte Betriebskosten und neue Anwendungen, die das Geschäft einfacher und rentabler machen: Dies sind die Hauptvorteile, die sich aus dem Zusammenwachsen von Sprach- und Datenkommunikation auf Basis des Internet Protokolls (IP) ergeben.

Gast-Kolumne von Andy W. Mattes, Mitglied des Bereichsvorstandes von Siemens Information and Communication Networks.

Der kosteneffiziente Betrieb

Die Analysten von Forrester Research haben den Nutzen beim Übergang in die IP Welt untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass auch die Art und Weise, wie der Umstieg auf die neue Netztechnologie erfolgt, eine große Rolle für den Erfolg spielt. Zentrale Erkenntnis: Eine schrittweise Migration hin zu einer IP-Konvergenz-Lösung bringt den Unternehmen den größten betriebswirtschaftlichen Nutzen und das größte Einsparpotenzial. Und außerdem besteht auf diesem Weg die größte Freiheit, zu dem Zeitpunkt zu investieren, wann und wo es am sinnvollsten ist.

Die Installationskosten und die regelmäßig anfallenden Ausgaben für das Betreiben und das Management der beiden - bisher getrennten - Netze für Sprache und Daten, lassen sich durch die gemeinsame Infrastruktur deutlich reduzieren. Besonders beachtlich ist das Kosteneinsparungspotenzial bei Erweiterungen oder Neubauten: Denn in diesem Fall muss nur noch ein einziges Kabel verlegt werden. Die notwendigen Investitionen fallen entsprechend geringer aus.

Auch die laufenden Administrationsausgaben können deutlich reduziert werden. Ein Beispiel dafür sind die Aufwendungen für den Umzug eines Mitarbeiters innerhalb des Unternehmens, der in vielen Firmen pro Jahr über 20 Prozent der Belegschaft betrifft. Dabei geht es nicht nur um den Arbeitszeitausfall, sondern auch um die Kosten für die Umleitung des Sprach- und Datenverkehrs zum neuen Arbeitsplatz sowie die Änderungen in der User-Administration. Experten beziffern hier das mögliche Einsparpotenzial pro Person und Jahr auf bis zu 60 Euro.

Neue Applikationen bringen neue Geschäftsmöglichkeiten

Anwendungen, welche die Arbeitsabläufe optimieren und die Kundenzufriedenheit erhöhen, haben heute in den Unternehmen höchste Priorität. Zum Beispiel Unified Messaging - die Bereitstellung beliebiger Kommunikationsdienste wie Sprache, Fax, E-Mail oder SMS unter einer gemeinsamen Bedienoberfläche. Auch ein Customer Interaction Center zur besseren Kundenbetreuung per Telefon, E-Mail oder Web gehört deshalb zu den meistgenutzten Anwendungen in konvergenten Netzen. Diese Applikationen verschaffen den Anwendern Wettbewerbsvorteile durch eine Optimierung der Arbeitsabläufe oder zusätzliche Möglichkeiten zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit.

Gerade in den heute sehr schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ist der schnelle Return-on-Investment für die meisten Unternehmen ein wichtiges Kriterium beim Wechsel zur IP-Lösung. Deshalb werden auch die neuen Applikationen mit ihren vielfältigen Möglichkeiten künftig das wesentliche Argument für die Einführung sein. Dabei zeigt sich deutlich der Vorteil einer sanften Migration: Die Anwendungen können schrittweise von der bisherigen in die neue Technologiewelt übertragen werden. So genannte portable Applikationen, wie Siemens sie anbietet, können dabei in beliebigen Kommunikationsplattformen über standardisierte Schnittstellen und Protokolle eingesetzt werden. Dies bedeutet neben dem Schutz für das bereits getätigte Investment auch, dass keine Reibungsverluste im Betriebsablauf entstehen und kein zusätzlicher Schulungsaufwand für die Mitarbeiter erforderlich wird.

Der wirtschaftlichste Weg zum Umstieg

Der Übergang in die neue Welt der integrierten Sprach- und Datenkommunikation ist auf mehreren Wegen realisierbar: Die Einrichtung einer reinen IP-Softswitch Lösung z.B. "auf der grünen Wiese"; die Installation eines neuen IP Systems, -Konvergenz mit einer Mischung von Leitungs- und Paketvermittlung, sowie die Migration zu einer IP-Konvergenz Lösung. Um unter Kostenaspekten einen Vergleich der unterschiedlichen Wege und Varianten durchführen zu können, hat Siemens - basierend auf dem Kalkulationsmodell von Forrester Research im Juni 2001 - eine Musterberechnung durchgeführt. Als Maßstab für den Vergleich dienten die "Total Cost of Ownership" (TCO) über einen Zeitraum von fünf Jahren. Hierbei zeigte sich deutlich, dass das Investment in eine IP-Konvergenz Lösung den größten Kostenvorteil bei den TCO bewirken und damit einen schnellen Return-on-Investment unterstützen.

Fazit

- Der Einsatz von IP-Konvergenz Lösungen ermöglicht einen frühen Return-on-Investment.
- Der schnellste Return-on-Investment wird tendenziell bei der schrittweisen Migration zu IP-Konvergenz-Lösungen erzielt.
- Durch portable Applikationen bekommt der Anwender mehr Entscheidungsfreiheit darüber, wann er seine Anwendungen auf welchen Kommunikationsplattformen und mit welchen Endgeräten einsetzt.

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