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Es wäre auch zu schön gewesen….

Nach der gestrigen Kursralley an den New Yorker Börsen, geht es heute wieder in den Keller. Sowohl der Index der 30 Standardwerte als auch der Nasdaq Composite notieren seit Handelsbeginn deutlich im Minus. Weitere Gewinnwarnungen und bevorstehende Entlassungen sowie schwache Arbeitsmarktdaten sorgen für erneute Verluste. Es wäre auch zu schön gewesen, wenn der zweitgrößte Punktanstieg im Dow Jones Index zu einem nachhaltigen Aufwärtstrend geführt hätte.

Die Börsen leiden heute vor allem unter der Schwäche im Technologiesektor. Der S&P Computer-Netzwerk Index fiel sieben Prozent, die Telekommunikationsausrüster acht Prozent, die Halbleiterunternehmen vier Prozent und die Chiphersteller rund drei Prozent.

Eine Woche nach dem Ende des ersten Quartals hofften gestern offensichtlich zahlreiche Marktteilnehmer auf das Ende der Schreckensmeldungen. Doch sie wurden von den Netzwerkunternehmen Sycamore Networks und Extreme Networks, sowie Agilent Technologies, RadioShack und Tellabs durch erneute Gewinnwarnungen aus den Träumen gerissen. Alle Unternehmen notieren deutlich im Minus.

Die Biotechnologieaktien können sich gegen den allgemeinen Abwärtstrend stemmen. Nachdem der Sektor gestern im allgemein guten Marktumfeld schwächer tendierte, kann er heute leichte Gewinne verzeichnen. Die Aktien von Amgen, MedImmune und Biogen notieren leicht im Plus.

Analysten bewerten die vor Handelsbeginn veröffentlichten Arbeitsmarktdaten unterschiedlich. Die Arbeitslosenquote stieg im März um 0,1 Prozent auf 4,3 Prozent und liegt damit auf dem höchsten Stand seit 1999. Merrill Lynch bewertet dies für den Aktienmarkt positiv, da die Zahlen die US-Notenbank zu einer aggressiveren Zinspolitik verleiten könnten. Bereits in der nächsten Woche hält das Brokerhaus eine Zinssenkung um 50 Basispunkte für möglich. Pessimistischere Analysten rechnen dagegen nicht mit einer baldigen Zinssenkung. Nachdem die Zahlen für das Verbrauchervertrauen in der vergangenen Woche positiv ausgefallen waren, signalisieren die erhöhten Arbeitslosenzahlen, dass es der Wirtschaft doch schwer fällt, sich aus eigener Kraft aus der schlechten Wirtschaftslage zu befreien. Wann die Unternehmen positivere Ergebnisse melden, sei daher unklar.

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