"Es wird kein Alltours-Flugzeug geben"
Alltours senkt erneut die Preise

Deutschlands viertgrößter Reisekonzern Alltours vermeldet als einziger großer Veranstalter trotz der Branchenflaute steigende Umsätze und will für die nächste Wintersaison die Preise weiter senken.

Reuters DUISBURG. Angesichts der guten Sommersaison werde Alltours im laufenden Geschäftsjahr die geplanten Steigerungen bei Umsatz und Buchungen erreichen, sagte Unternehmenseigner Willi Verhuven am Donnerstag in Duisburg. Die von Alltours zuletzt auch gegen den Trend der Branche praktizierte Strategie sinkender Preise wird auch im Winter fortgesetzt. Durchschnittlich müssten die Alltours-Kunden im kommenden Winter rund 3,9 Prozent weniger für ihre Flugreisen zahlen, kündigte Verhuven an. Die Zahl der Bucher und der Umsatz soll im Vergleich zum leicht schwächeren Vorjahr nun um fünf Prozent gesteigert werden. Schwerpunkt des neuen Katalogs seien die Türkei und weiterhin Spanien, Ägypten sowie die Karibik.

Auch der größte Konkurrent aus dem Thomas Cook-Konzern, der Reiseveranstalter Neckermann, hatte angesichts der dramatischen Umsatzrückgänge der deutschen Reisebranche im vorigen Winter und im laufenden Sommer kürzlich angekündigt, bei rund 85 Prozent der Reisen die Preise zu senken. Marktführer TUI wirbt mit zusätzlichen Frühbucherrabatten und einer Reihe von Preissenkungen für die Wintersaison 2002/2003.

Alltours hat nach eigenen Angaben als einziger der großen Veranstalter in der aktuellen Reiseflaute im Sommer zugelegt. "Derzeit beträgt das Plus bei den Buchungen zehn Prozent", sagte Verhuven. Der deutsche Gesamtmarkt wird derzeit dagegen zwischen zehn und 15 Prozent unter dem Vorjahr gesehen. Immer mehr Kunden buchten ihre Reisen rund drei Monate vor der Abreise, hieß es. Die Juli-Buchungen lägen sogar um 15 Prozent über Vorjahr.

Das laufende Geschäftsjahr 2001/2002 (per 31. Oktober) werde für Alltours-Flugreisen "eines der besten wirtschaftlichen Jahre", sagte Verhuven. Geplant war ein Umsatzplus von sieben Prozent und ein Plus bei Buchungen von fünf Prozent. "Die Planzahlen gehen auf und auch die Vorgabe von 30 Prozent Plus beim Gewinn packen wir mit Sicherheit." Geld verdiene der Konzern nicht nur mit der Anlage von Vorauszahlungen, sondern auch im operativen Geschäft, betonte Verhuven.

Derzeit buchen nach Unternehmensangaben 1,2 Millionen Kunden bei Alltours ihre Reisen. Im Vorjahr erreichte die Gruppe einen Umsatz von 1,07 Milliarden Euro. Dem Kauf von eigenen Flugzeugen erteilte der Chef des größten konzernunabhängigen deutschen Reiseveranstalters erneut eine Absage. "Die Fehler unserer Mitbewerber wollen wir nicht machen und es wird kein Alltours-Flugzeug geben."

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