"Es wird keine Entlassungen geben"
Bahn will angeblich im ICE an Service sparen

Die Deutsche Bahn will nach einem Zeitungsbericht in einer Reihe von ICE-Zügen künftig an der Kundenbetreuung sparen. In schwach ausgelasteten Zügen solle auf Mitarbeiter für den Service am Platz verzichtet werden, berichtet der "Tagesspiegel" (Samstag) unter Berufung auf ein internes Papier.

HB/dpa BERLIN. Die Aufgaben sollten von normalen Zugbegleitern oder Bistro-Mitarbeitern übernommen werden. Die Bahn wollte sich zu dem Bericht nicht konkret äußern. Derweil dauerte der Streit um ihr neues Preissystem fort.

Nach "Tagesspiegel"-Informationen sollen insgesamt 276 Stellen gestrichen werden, davon 119 in der Zugbegleitung und 157 in der Zuggastronomie. Auf bestimmten Strecken sollten die Zugteams verkleinert werden, in einigen Zügen werde nur noch ein Mitarbeiter im Restaurant tätig sein. Der bundeseigene Verkehrskonzern erhoffe sich dadurch Einsparungen von sechs Mill. ?. Bahnsprecher Gunnar Meyer sagte: "Es wird keine Entlassungen geben." Die Bahn müsse allerdings wegen der schwachen Konjunktur auf anderem Wege die Personalkosten senken.

Im Streit um das neue Preis-System lehnte es die Stiftung Warentest unterdessen ab, den von der Bahn vorgeschlagenen Verkehrsforscher Heinz Hautzinger zum Gutachter zu bestellen. Die Bahn könne die Unterlagen des neuesten Tests zur Beratungsqualität jederzeit einsehen, sagte Stiftungssprecherin Heike van Laak. "Aber ein Gutachter, der von der Bahn bezahlt wird, ist kein unabhängiger Gutachter mehr." Hautzinger hatte für eine erste Analyse des Tests von der Bahn Geld erhalten.

Die Stiftung war bei dem Test zu dem Ergebnis gekommen, dass bei der Bahn in jedem zweiten Verkaufsgespräch nicht der billigste Preis genannt wird. Die Bahn hält die Untersuchungsmethoden für unseriös. Wegen des neuen Preis-Systems steht der Konzern bereits seit drei Monaten in der Kritik. Änderungen lehnt Bahnchef Hartmut Mehdorn bislang strikt ab.

dpa cs yybb cs

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