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Escada mit noch leichten Verlusten im Halbjahr

Der Modekonzern kann sich wieder sehen lassen. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf minus 4,2 Mill. DM von noch minus 49,2 Mill. DM im Vorjahreszeitraum, wie Escada heute mitteilte. Für die Zukunft bleibt der Vorstand vorsichtig.Wegen der Unsicherheiten in den Märkten USA und Japan sei eine Gewinnprognose schwierig, hieß es.

Reuters MÜNCHEN. Der Modekonzern Escada hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2000/2001 noch leichte Verluste verzeichnet und einen vorsichtigen Ausblick für das Gesamtjahr (zum 31. Oktober) formuliert. Das Ergebnis vor Steuern habe sich gegenüber dem von Restrukturierungskosten belasteten Halbjahresergebnis 99/00 auf minus 4,2 Millionen DM von minus 49,2 Millionen DM verbessert, teilte Escada am Montag mit. Der Umsatz stieg um 9,8 Prozent auf 794,3 Millionen DM. Wegen der Unsicherheiten in den Märkten USA und Japan sei eine Gewinnprognose jedoch schwierig. Der Vorstand rechne für das Gesamtjahr mit einer Fortsetzung der erreichten Umsatzsteigerung und einem überproportionalen Gewinnwachstum.

Zur Hauptversammlung Anfang April hatte Escada-Vorstandschef Wolfgang Ley noch an der Prognose, im Geschäftsjahr den Umsatz auf 1,8 (Vorjahr: 1,6) Milliarden DM und den Jahresüberschuss auf 52 (4) Millionen DM steigern zu wollen, festgehalten. Diese Vorhersage sei immer noch zu erreichen, sagte ein Sprecher der Escada. Das hänge aber von der weiteren konjunkturellen Entwicklung ab. In den USA gebe es erste Anzeichen für eine Besserung der Stimmung. "Die Frage ist aber, ob das nachhaltig ist", fügte er hinzu.

Vor allem in den USA bekam Escada im ersten Halbjahr die schwache Konjunktur zu spüren. So ging der Umsatz in Nordamerika währungsbereinigt um 3,5 Prozent zurück. In Asien legten die Umsätze um neun Prozent, in Europa um 12,9 Prozent zu. Der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen auf 503,6 Millionen DM von 435,6 Millionen DM sei vor allem auf die Eröffnung von 15 neuen Escada - und acht Laurel-Shops sowie die Übernahme der Kette "BiBA" mit 96 Länden zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg den Angaben zufolge im ersten Halbjahr um gut zehn Prozent auf 18,6 Millionen DM. Das operative Ergebnis der Kernmarke Escada kletterte um rund 25 Prozent auf 29,4 Millionen DM. Wegen des Produktionsstarts der neuen Kollektionen liege das Ebit der Marke "Primavera" unter dem Vorjahreswert. Der Konzerngewinn je Aktie (DVFA/SG) verbesserte sich auf minus 0,01 Euro nach minus 1,77 Euro im Vorjahreszeitraum. Die im MDax notierten Escada-Aktien fielen am Montag im frühen Handel um 1,8 Prozent auf 33 Euro.

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