Eskapaden vor der Wahl
Kommentar: Ganz kalte Berechnung

Zwei Tage vor der Wahl zeigt sich die Politik noch einmal von ihrer hässlichen Seite. Die bisher brave SPD-Justizministerin Däubler-Gmelin sorgt mit Bush-Hitler-Vergleichen für Aufruhr, FDP-Desperado Möllemann zwingt seiner Partei mit erneuten antisemitischen Ausfällen eine Rücktritts-Diskussion auf.

Sind hier bei zwei Top-Politikern in der Hitze des Wahlkampf-Gefechts kurz vor Toresschluß die Sicherungen durchgebrannt? Nein, vielmehr drängt sich der Eindruck auf, als würde hier versucht, mit ganz kalter Berechnung die letzten ungehobenen Reserven bei der Stammwählerschaft zu mobilisieren.

Dass solcher Opportunismus keine Früchte trägt, dafür sorgen die Wähler übermorgen hoffentlich mit ihrem Stimmzettel. Am besten wäre aber, Möllemann und Däubler-Gmelin würden der Demokratie einen letzten Dienst erweisen und noch vor Sonntag von sich aus zurücktreten.

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