Essanelle gibt am Mittwoch den Ausgabepreis bekannt
Zentaris-Entscheidung beeindruckt Börsenaspiranten nicht

Nach der Verschiebung des Börsengangs der Degussa-Tochter Zentaris halten die in der nächsten Zeit in Deutschland an die Börse strebenden Unternehmen trotz des schlechten Marktumfeldes vorerst an ihren Plänen fest.

Reuters FRANKFURT. Derzeit befinden sich die Aktien von zwei Unternehmen in der Zeichnungsfrist, weitere vier Gesellschaften haben bislang für die nächsten Wochen einen Termin für den Gang auf das Parkett genannt. Im vorbörslichen Handel per Erscheinen wurde am Montag nach Angaben von Händlern so gut wie keine Nachfrage nach Neuemissionen verzeichnet.

Zentaris hatte am Samstag den für den 18. Juni geplanten Gang an den Neuen Markt bis auf Weiteres verschoben und dies mit der derzeit schlechten Börsenstimmung im Biotechnologie-Sektor begründet.

Zeichnungsfrist für Essanelle endet am Dienstag

Eine Sprecherin des Friseufilialisten Essanelle sagte am Montag, vom derzeitigen Stand aus halte das Unternehmen an den Börsengangsplänen fest. "Eine endgültige Entscheidung wird aber erst morgen getroffen", schränkte sie ein. Dann endet die Zeichnungsfrist für die Essanelle-Aktien. Der Düsseldorfer Friseurfilialist hatte vergangene Woche die Bookbuildingsspanne auf sieben bis neun Euro von zehn bis zwölf Euro gesenkt und dies mit der äußerst schwierigen Marktsituation begründet. Der Ausgabepreis soll am Mittwoch bekannt gegeben werden, die Erstnotiz am Smax ist für den 22. Juni geplant.

Michael Bednar, verantwortlich für den Börsengang der Nordsee AG bei der konsortialführenden Investmentbank UBS Warburg, sagte: "Nordsee hält absolut an den Börsenplänen fest." Besonders die institutionellen Anleger seien von der Emission "sehr angetan". Die Handelsaufnahme der Aktien Europas größter Fischrestaurant-Kette ist für den 27. Juni am Amtlichen Handel der Frankfurter Börse vorgesehen.

Lignum, Windwelt, Softship und VEM halten an den Börsenplänen fest

Ein Sprecherin des Schopflocher Holzmaschinenherstellers Lignum Technologie AG sagte, es bleibe beim geplanten Börsengang. Am Dienstag will das an das Kleinwertesegment Smax strebende Unternehmen auf einer Pressekonferenz die Preisfindungsspanne bekannt geben. Die Erstnotiz ist für den 4. Juli vorgesehen.

Georg Hansel, Leiter Equity Capital Markets bei der konsortialführenden Deutschen Bank bestätigte, am Fahrplan für den Lignum-Börsengang werde festgehalten. Es könne nicht generell von einem schlechten Börsenumfeld gesprochen werden. "Wir müssen die Dinge recht individuell sehen", sagte Hansel. "Bei Lignum sind wir überzeugt, das ist mit das Beste, was in letzter Zeit an den Markt gekommen ist", fügte er hinzu.

Die am 20. Juni an den Geregelten Markt in Düsseldorf strebende Windwelt AG hält nach Angaben von Unternehmenssprecherin Ruth zur Heiden ebenfalls an ihren Plänen fest.

Ebenso sieht es bei den am 21. Juni an den Smax strebenden Softwareanbieter Softship aus. Andreas Beyer, Vorstandssprecher der konsortialführenden VEM AG Virtuelles Emissionshaus, sagte, Softship stehe trotz des Umfeldes zu seinen Börsenplänen.

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