Essen ist rationiert
Rettungsaktion für deutsches Forschungsschiff verzögert sich

Die Besatzung der in der Antarktis festsitzenden "Magdalena Oldendorff" muss länger als bislang angenommen auf ihre Rettung warten.

dpa KAPSTADT. Der zur Befreiung dringend benötigte argentinische Eisbrecher "Almirante Irizar", der eigentlich schon Richtung Antarktis unterwegs sein sollte, läuft nun wahrscheinlich erst am kommenden Sonntag aus dem Hafen von Buenos Aires aus. Das teilte die Sprecherin des Rettungsleitzentrums "Antarctic Logistics Centre", Tanya Hacker, am Donnerstag in Kapstadt mit. Zu den Gründen der Verzögerung wurde nichts bekannt.

Unterdessen befindet sich das südafrikanische Rettungsschiff "Agulhas" schon auf halber Strecke zur "Magdalena Oldendorff", rund 1 500 Kilometer südlich von Kapstadt. Laut Hacker soll sie am 26. Juni eintreffen. Ohne den Eisbrecher aus Argentinien könne der 40 Seemeilen dicke Eisgürtel, der das deutsche Forschungsschiff einschließt, nicht durchbrochen werden. Für eine Notversorgung befinden sich auf der "Agulhas" einige Helikopter, mit denen eine Luftbrücke aufgebaut werden könnte.

Die Stimmung auf der "Magdalena Oldendorff" ist trotz der Verzögerung und mittlerweile rationierter Essensportionen noch sehr gut, heißt es aus dem "Antarctic Logistics Centre", das täglich mit den Eingeschlossen über Satellit telefoniert. Langeweile sei offenbar das größte Problem. Das Wetter an der Unglücksstelle war am Donnerstag mit minus 22 Grad und Windgeschwindigkeiten von rund 40 Stundenkilometern vergleichsweise milde.

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