Essener Ruhrgas AG ist größter ausländischer Aktionär
Russischer Gaskonzern Gazprom baut Gewinn deutlich aus

Zwei Tage vor einer für das Gazprom-Management entscheidenden Aufsichtsratssitzung hat der Gasproduzent für 2000 einen fast verdoppelten Gewinn bekannt gegeben.

dpa-afx MOSKAU/ESSEN. Der Reingewinn sei gegenüber 1999 um 86,3 % auf knapp 60,8 Mrd. Rubel (4,76 Mrd DM/2,43 Mrd Euro) gestiegen, sagte Alexander Semenjaka, Mitglied des Gazprom-Vorstandes, am Montag vor Aktionären in der sibirischen Stadt Tomsk.

Von der Sitzung am Mittwoch in Moskau wird eine Ablösung des umstrittenen Vorstandsvorsitzenden Rem Wjachirew erwartet. Wjachirew wird vorgeworfen, lukrative Teile des Gazprom-Geschäfts an Verwandte oder Vertraute ausgelagert zu haben.

Der Vorsteuergewinn belief sich 2000 auf 125 Mrd. Rubel (1999: 72,7 Mrd Rubel), meldete die Agentur Interfax. Der Konzern wolle für das Jahr 2000 eine Dividende von 0,3 Rubel pro Aktie im Wert von fünf Rubel ausschütten. Größter ausländischer Aktionär mit fünf Prozent Anteil ist die Essener Ruhrgas AG, die mit Burckhard Bergmann auch einen Aufsichtsrat stellt. Der russische Staat, für den Gazprom die wichtigste Einnahmequelle ist, hält 38 % der Anteile.

Im vergangenen Jahr hatte Gasprom 523 Mrd. Kubikmeter Erdgas gefördert. 129 Mrd. davon, 1,7 % mehr als 1999, gingen nach Europa. Damit wurde der Bedarf Europas zu etwa einem Fünftel gedeckt. In diesem Jahr will Gasprom nach Angaben Wjachirews etwa 530 Mrd. Kubikmeter Gas fördern und davon 130 Mrd. Kubikmeter exportieren.

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