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Stoiber fordert mehr deutsches Engagement in Nato

Zum Auftakt seiner USA-Reise hat sich Unions- Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) für ein stärkeres deutsches und europäisches Engagement in der Nato ausgesprochen. Dabei trat der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag in New York ausdrücklich dafür ein, dass "ganz besonders" Deutschland seine Aufwendungen für Sicherheit erhöht.

dpa NEW YORK. Nach einem Besuch des Areals, wo die durch die Terroranschläge des 11. September zerstörten Türme des World Trade Centers standen, trat Stoiber zudem für eine Fortsetzung des gemeinsamen Kampfes mit den USA gegen den internationalen Terrorismus ein.

Nach Ansicht von Stoiber müssen "die europäischen Partner der USA als Nationalstaaten und im Rahmen der Europäischen Union mehr leisten, mehr Verantwortung übernehmen. Wir müssen in der Lage sein, für Frieden und Sicherheit in Europa selbst einzustehen", sagte Stoiber in einem Gespräch mit dem ehemaligen US-Botschafter in Deutschland, Richard Holbrooke, an dem auch andere US-außenpolitische Experten teilnahmen. "Dabei können wir nicht auf die Unterstützung durch die Vereinigten Staaten verzichten, aber wir müssen sie entlasten." Er versicherte, er wolle sich mit aller Kraft dafür einsetzen, "die transatlantische Partnerschaft auf allen Gebieten zu stärken und aufzubauen".

Nach Ansicht von Stoiber, der an diesem Freitag als Höhepunkt seiner Reise von US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus empfangen wird, müssen die Europäer ihre Zusammenarbeit verstärken, um die "große technologische Lücke" zwischen ihnen und der USA in Sicherheitsfragen zu schließen. "Die einzelnen europäischen Mitglieder der Nato, ganz besonders Deutschland, müssen die finanziellen Aufwendungen für ihre Sicherheit erhöhen." Außerdem müsse der Mitteleinsatz effizienter geschehen.

Stoiber und seine Frau Karin legten nach dem Besuch des ehemaligen World Trade Center-Areals im Gedenken an die über 3000 Opfer Blumen an einer kleinen Kirche in Südmanhattan nieder. In der Trinity- Church, die wie durch ein Wunder durch den Terroranschlag nicht zerstört worden war, gedachte das Ehepaar der Toten. Mit seiner Reise setzt Stoiber die Tradition der Besuche von Kanzlerkandidaten in Amerika im Wahlkampf fort.

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