Archiv
Etoys will Antrag auf Gläubigerschutz stellen

Der kalifornische Internet-Spielzeughändler Etoys wird in den nächsten zwei Wochen seine Website schließen und Antrag auf Gläubigerschutz stellen. Es sei nicht gelungen einen Käufer für das angeschlagene Firma zu finden, teilte das Unternehmen am Montag (Ortszeit) in Palo Alto mit.

rtr PALO ALTO. Die Schulden von 274 Mill. Dollar (rund 548 Mill. DM) seien "deutlich höher" als die vorhandenen Vermögenswerte. Das Unternehmen hatte bereits im Januar nach einem schlecht verlaufenen Weihnachtsgeschäft einen Großteil seiner Angestellten in den USA entlassen und seine europäische Niederlassung geschlossen.

Das Unternehmen bezeichnete seine Aktien, die bei ihrem Höchststand 1999 zu 80 Dollar gehandelt wurden, als "wertlos". Der Schlusskurs der Etoys-Aktie an der New Yorker Nasdaq betrug am Montag 0,03 Dollar. Etoys war 1998 gegründet worden. Das Unternehmen verfolgte zunächst die Geschäftsidee des Online-Buchhändlers Amazon.com und versuchte, diese für die Spielzeug-Branche umzusetzen. Noch im vergangenen Jahr galt Etoys als der aussichtsreichste Mitbewerber im Online-Spielzeughandel, obwohl das Unternehmen im Weihnachtsgeschäft 1999 seine Kunden teilweise durch verspätete Lieferungen enttäuscht hatte. Für das Weihnachtsgeschäft 2000 hatte das Unternehmen daher massiv in ein neues Warenlager und moderne Warenwirtschaftssysteme investiert. Die Umsätze blieben jedoch weit hinter den Erwartungen zurück.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%