Etwa 200 Verkehrsunfälle in Schleswig-Holstein
Wintereinbruch sorgt für Verkehrschaos

Einen Tag vor Frühlingsanfang ist Norddeutschland von einem neuerlichen Wintereinbruch überrascht worden. Heftiger Schneefall und schwere Sturmböen führten am Montagmorgen zu einem Verkehrschaos.

ap HAMBURG. Am heftigsten schneite es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes im nördlichen Mecklenburg-Vorpommern, in weiten Teilen Schleswig-Holsteins und im nordwestlichen Niedersachsen.

Im nördlichen Schleswig-Holstein fielen seit Sonntag bis zu 18 cm Schnee. Auch in Nord-Niedersachsen lagen am Montagmorgen bis zu 10 cm Schnee. Vor allem hier sorgten Sturmböen um 100 Stundenkilometer und starke Schneeverwehungen für erhebliche Verkehrsbehinderungen. In Mecklenburg-Vorpommern waren besonders die nordöstlichen Landesteile mit Inseln Rügen und Usedom betroffen. Im morgendlichen Berufsverkehr kam es nach Polizeiangaben in Stralsund, Bergen, Greifswald, Anklam und Rostock zu erheblichen Behinderungen.

Etwa 200 Unfälle in Schleswig-Holstein

In Vorpommern wurde der Busverkehr auf Grund der Wetterlage vorübergehend eingestellt. Es ereigneten sich zahlreiche Unfälle, bei denen es jedoch überwiegend bei Blechschäden blieb. Auch in Schleswig-Holstein meldete die Polizei aus den Flächenkreisen etwa 200 Verkehrsunfälle überwiegend mit Blechschäden. In fünf Kreisen gaben die Behörden schulfrei. Im Kreis Dithmarschen befürchteten die Energieversorger einen Zusammenbruch des Stromnetzes. Schwerer nasser Schnee belastete die Überlandleitungen.

Allein in Ostholstein zählte die Polizei bis 9.00 Uhr morgens 40 Glätteunfälle, die überwiegend glimpflich verliefen. Vier Menschen wurden leicht verletzt. In den meisten Fällen landeten Fahrzeuge im Straßengraben oder fuhren gegen Leitplanken. Lastwagen machten vor allem die Steigungen zu schaffen. Die Räumdienste waren im Dauereinsatz und benutzten nur noch schweres Räumgerät, da leichte Maschinen den nassen und schweren Schneemassen nicht mehr gewachsen waren.

In Kiel brachte die extreme Wetterlage auch das politische Leben weitgehend zum Erliegen. So musste der Landtagsausschuss zur Affäre um Landeswirtschaftsminister Bernd Rohwer und den mittlerweile entlassenen Staatssekretär Uwe Mantik vertagt werden, da unter anderem der Hauptzeuge Mantik wegen der Schneemassen nicht erschienen war. Auch mehrere Pressekonferenzen mussten ausfallen oder wurden verschoben.

Der Schneefall und die damit verbundene Straßenglätte sollten nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes noch den ganzen Tag über anhalten.

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