Etwas angezogen
Euro-Renten mit leichten Kursgewinnen

Reuters FRANKFURT. In Reaktion auf die neuerliche Intervention der EZB an den Devisenmärkten und den anschließenden Kursgewinnen des Euro haben die Kurse der europäischen Zinsfutures am Montag im Verlauf des Vormittags etwas angezogen. Bondexperten äusserten sich in ersten Kommentaren positiv zu den Stützungskäufen. "Die jüngsten Interventionen werden sicher helfen, die Stimmung am Anleihemarkt zu verbessern", sagte Steven Mansell, Volkswirt bei BNP Paribas. Ein stärkerer Euro reduziere klar das Risiko einer importierten Inflation und nehme damit Druck von den Kursen, fügte er hinzu. Der Euro-Bund-Future lag gegen 10.50 Uhr MEZ mit acht Ticks im Plus bei 105,55 Punkten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Montag erneut an den Devisenmärkten interveniert, nachdem die Währungshüter erst am 3. November mit Stützungskäufen dem Euro unter die Arme gegriffen hatten. Wie am Freitag habe die EZB allein gehandelt, teilte eine EZB-Sprecherin auf Anfrage mit. An der Intervention beteiligt waren lediglich die Notenbanken in der Euro-Zone. Der Kurs des Euro stieg kurzzeitig auf Werte deutlich über 87 US-Cents und pendelte sich zuletzt etwas unter dieser Marke ein. "Ich denke, die Intervention ist zu einer guten Zeit gekommen. Sie (die EZB) interveniert in eine Aufwärtsbewegung der Währung hinein... Die Frage ist jedoch, ob das auf eine nachhaltige Aufwärtsbewegung schließen lässt", fügte Mansell hinzu.

Neben dem Euro stehe zudem die Entwicklung an den US-Kreditmärkte im Vordergrund. Einen Tag vor der US-Präsidentschaftswahl seien die Märkte besonders schwankungsanfällig für entsprechende Spekulationen, hieß es.

An Konjunkturdaten aus der Euro-Zone werden um 11.30 Uhr MEZ die deutschen Auftragseingänge für September erwartet. Von Reuters befragte Analysten rechnen im Durchschnitt mit einem Rückgang zum Vormonat um 0,6 %. Im Jahresabstand wird ein Zuwachs um 11,3 % erwartet.

Die am Morgen veröffentlichten deutschen Großhandelsumsätze fielen im September nach Angaben des Statistischen Bundesamtes real um 0,4 % im Jahresabstand. Der Reuters Service-Index Deutschland ging im Oktober auf 55,3 von 57,7 Indexpunkten im Vormonat zurück.

Der Bobl-Future lag zuletzt fünf Ticks im Plus bei 103,68 Punkten. Der Schatz-Future gewann vier Ticks auf 101,57 Zähler.

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