EU-Beitritt der osteuropäischen Länder
Verheugen akzeptiert Steuerdumping

Kurz vor der nächsten Beitrittsrunde hat EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen Verständnis dafür gezeigt, dass die osteuropäischen Länder mit niedrigen Steuern Investitionen werben wollen.

HB PASSAU. Im Interview mit der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagausgabe) sagte Verheugen: "Bis zu einem gewissen Grade muss man wohl auch Verständnis dafür haben, dass die neuen Mitgliedsländer das Beispiel Irland als ein besonders attraktives Beispiel empfinden." Irland habe den Anschluss an das europäische Wohlstandsniveau auch aufgrund starker wirtschaftlicher Investitionsanreize geschafft. Damit die neuen Mitglieder aufholen könnten, bräuchten sie Investitionen. "Dass dadurch der Wettbewerb insgesamt schärfer wird, ist eine unvermeidliche Folge."

Weiter sagte Verheugen, auf absehbare Zeit könnten die neue EU- Staaten die bisherigen Mitglieder wirtschaftlich nicht überholen: "Die Abstände sind dafür viel zu groß, und selbst wenn die neuen Länder relativ schnell aufholen, wird ihre Aufholjagd sehr lange dauern." Der Erweiterungskommissar plädierte für eine Pause vor neuen Erweiterungsrunden: Das Gebot der Stunde ist die innere Konsolidierung, nicht die Inangriffnahme neuer großer Erweiterungsprojekte.

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