EU bietet billige Langzeit-Visa an
Russland bleibt in Visa-Frage hart

Russlands Regierung will im Streit mit der EU um eine Visapflicht für den Reiseverkehr zwischen der russischen Exklave Kaliningrad und dem Mutterland keine Zugeständnisse machen.

HB MOSKAU. Russland "bleibt in dieser Frage unnachgiebig, es soll keine Visa geben", sagte der von Präsident Wladimir Putin eingesetzte Kaliningrad- Beauftragte, Dmitri Rogosin, bei seinem ersten offiziellen Besuch im Gebiet um das frühere Königsberg nach Angaben der Agentur Interfax vom Dienstag. Die EU will nach der Aufnahme Polens und Litauens den Reiseverkehr zwischen der Ostsee-Exklave und Russland nur noch mit Visa ermöglichen.

Die Einführung einer Visapflicht für die Bewohner Kaliningrads und alle übrigen Russen für die Fahrt in ihr eigenes Land "verstößt gegen die in der Verfassung garantierten Rechte der Bürger und erregt tiefe Besorgnis in Moskau", betonte Rogosin. Putin hatte Ende Juli die Lösung des Kaliningrad-Konflikts zum Maßstab für das zukünftige Verhältnis zur EU erklärt. Brüssel bietet Russland unter anderem billige Langzeit-Visa für einen mehrfachen Grenzübertritt sowie Finanzhilfen für das Gebiet Kaliningrad an.

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