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EU billigt Verkauf von Preussag-Tochter Fels an Haniel

Der Verkauf der zum Preussag-Konzern gehörenden Baustoffgruppe Fels-Werke an die Haniel GmbH hängt wettbewerbsrechtlich nur noch vom Bundeskartellamt ab.

rtr BRüSSEL/HANNOVER. Die EU-Kommission in Brüssel teilte am Donnerstag mit, sie habe nach intensiver Prüfung keine Bedenken wegen Auswirkungen auf den niederländischen Markt. Allerdings stehe noch die Prüfung durch das Bundeskartellamt in Bonn aus. Dort ist ein Ergebnis nach Angaben des Amtes erst Ende März zu erwarten.

Als Teil der Haniel Gruppe mit Sitz in Duisburg, die nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von rund 19 Mrd. ? hat, produziert die Sparte Haniel Bau-Industrie unter anderem Wandbaustoffe aus Kalksandstein sowie großformatige Betonelemente. Fels stellt ebenfalls Baustoffe sowie Fertighäuser her und war bislang bei Preussag wichtigster Teil der Sparte Gebäudetechnik, von der sich der Konzern im Zuge seines Umbaus zum Weltmarktführer in der Touristik trennt. Fels machte zuletzt mit 5000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 750 Mill. ?. In dieser Höhe wurde von Analysten bei Bekanntgabe der Verkaufspläne im vorigen Juni auch der Verkaufspreis geschätzt, zu dem Stillschweigen vereinbart worden war.

In den Niederlanden verfügt Haniel nach Einschätzung der Kommission bereits über eine marktbeherrschende Stellung im Bereich der Baustoffe für tragende Wände. Haniel hält dort 50 % an der Kalksteinwerk-Monopolgenossenschaft CVK. Dieser Einfluss werde durch den Kauf von Fels aber nicht weiter verstärkt, urteilte die Kommission. Vielmehr baue Haniel mit dem Kauf von Fels vor allem sein Sortiment aus.

Haniel plant zudem den Kauf des deutschen Baustoffunternehmens Ytong. Auch in diesem Fall prüft die Kommission noch die Auswirkungen auf den niederländischen Markt, während das Kartellamt in Bonn die Folgen für den deutschen Markt untersucht. Die Kommission muss bis Montag entscheiden, ob sie dazu eine ausführliche Prüfung einleiten will.

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