EU-Einfuhrverbot
Maul- und Klauenseuche: Suche nach Seuchenherd

Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien ist am Donnerstag die Suche nach dem Herd der ansteckenden Viruskrankheit angelaufen.

dpa LONDON. Nachdem das britische Agrarministerium die Ausfuhr von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen sowie dem Fleisch und der Milch der Tiere bis auf weiteres gestoppt hatte, hat auch die EU alle derartigen Einfuhren aus Großbritannien verboten. Die Krankheit ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Der Ausfuhrstopp, der die britischen Landwirte nach dem Zusammenbruch des Rindfleischmarktes wegen des Rinderwahnsinns (BSE) in den 90er Jahren und nach der Schweinpest im vergangenen Jahr erneut schwer getroffen hat, wurde von der EU-Kommission nach Angaben vom Mittwochabend zunächst bis zum 1. März befristet. Ein Sprecher des britischen Landwirtschaftsministeriums sagte am Donnerstag in London, vermutlich werde das EU-Verbot ebenso wie das nationale britische Verbot jedoch deutlich länger bestehen bleiben. Es könne erst aufgehoben werden, wenn der Seuchenherd gefunden, alle möglicherweise erkrankten Tiere getötet worden seien und das Land wieder als seuchenfrei gelten könne.

Nach der Entdeckung der fieberhaften Viruskrankheit bei 28 Schweinen in einem Schlachthof in der südenglischen Grafschaft Essex waren sind fünf Bauernhöfe in verschiedenen Teilen des Landes unter Quarantäne gestellt worden. Die Suche nach dem Seuchenherd ist nach Angaben des Ministeriums schwierig, weil der Schlachthof Tiere aus allen Teilen des Landes verarbeitete. Agrarminister Nick Brown versprach einen "hundertprozentigen Schadenersatz" für alle Bauern, deren Tiere getötet werden müssen. Die Maul- und Klauenseuche war zuletzt 1976 in Großbritannien ausgebrochen.

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