EU-Entscheidung zu Honeywell trübt die Stimmung
Gewinnwarnungen belasten Wall Street

Weitere Gewinnwarnungen und die Ablehnung der geplanten Übernahme von Honeywell durch General Electric durch die EU-Kommission haben die Kurse an der Wall Street nach Händlerangaben am Dienstag belastet.

Reuters NEW YORK. Die Gewinnwarnung des größten US-Chemiekonzerns Du Pont habe den Dow-Jones-Index im frühen Geschäft gedrückt, hieß es auf dem Parkett. Du Pont hatte am Montag nach Börsenschluss mitgeteilt, für das zweite Quartal werde der Gewinn unter den Erwartungen der Analysten liegen. Die Nachricht, dass die EU-Kommission die geplante Übernahme der Honeywell durch GE auf Grund kartellrechtlicher Bedenken blockiert hat, habe die Stimmung zusätzlich getrübt, sagten Börsianer.

Der Dow-Jones-Index notierte gegen 16.00 Uhr MESZ mit 0,53 % im Minus bei 10 538,50 Zählern, während der technologielastige Nasdaq-Index mit 0,76 % schwächer auf 2 133,70 Punkten lag.

Verkürzte Börsenzeit vor Feiertag

Einige Experten sagten jedoch, das Geschäft könne wegen der verkürzten Börsenzeit am Dienstag und wegen des US-Feiertages am Mittwoch (Unabhängigkeitstag) volatil bleiben. Viele Marktteilnehmer nutzten den Feiertag zu einem Kurzurlaub. Selbst größere Kursverluste seien in dieser kurzen Handelswoche wenig aussagekräftig, sagte Peter Coolidge, Geschäftsführer von Brean Murray & Co. "Selbst wenn der Markt nach unten rutscht, bedeutet das nicht viel in einer verkürzten Börsensitzung und einer kurzen Woche."

GE-Titel gaben im frühen Geschäft um 1,10 % auf 49,65 $ nach. Honeywell verloren 3,34 % auf 35,25 $. Eine Fusion würde GE eine marktbeherrschende Stellung in der Luftfahrtindustrie verschaffen oder eine solche verstärken, sagte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti zur Begründung der Ablehnung. Du Pont gaben im Anschluss an die Gewinnwarnung um 3,51 % auf 46,43 $ nach.

Check Point deutlich im Minus

Die Titel der Check Point Software Technologies verloren kräftige 8,40 % auf 46,68 $. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben zwar einen Umsatzanstieg im zweiten Quartal. Doch werde der Zuwachs geringer sein als von Analysten prognostiziert. Internet Security Systems büßten 43,57 % auf 28,25 $ ein. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben mit einem Verlust im zweiten Quartal.

Daneben gaben vor Börseneröffnung auch die Software-Hersteller i2 Technologies und Broadvision Gewinnwarnungen aus. i2 verloren daraufhin 1,26 % auf 18 $, Broadvision 13,79 % auf 4,25 $.

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