EU-Gipfel
Kommentar: Türkei ohne Blankoscheck

Die Türkei reist aus Kopenhagen ohne Blankoscheck ab. Vielleicht waren ihre offnungen auf einen konkreten Beitrittstermin überzogen.

Die Türkei reist aus Kopenhagen ohne Blankoscheck ab. Vielleicht waren ihre offnungen auf einen konkreten Beitrittstermin überzogen, denn außer Absichtsbekundungen haben sie noch nicht viel zu bieten.

Doch die Tore zur EU sind nicht auf Dauer zu. Wenn sich die Türkei an ihre Refomvorhaben hält, dürfte der Beitrittsprozess nicht zu stoppen sein. Dann kommt es auch für die die erweiterte Union zum Schwur. Auch sie muss den Reformstau auflösen.

Mehr noch als nach der Osterweiterung muss sie ihre institutionelle Handlungsfähigkeit auf den Prüfstand stellen, für Transparenz sorgen und ihre demokratische Legitimation herausarbeiten. Die Diskussion um Identität und Zuschnitt eines solchen Europas hat gerade erst begonnen. Eines ist Europa gewiss nicht: eine auf christliche Werte reduzierbare Gemeinschaft. Stolpert die EU über diese Debatte, kann sie wohl kaum jene Kohäsionskräfte entfalten, um ein wirklich wichtiger Akteur auf der Weltbühne zu werden.

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