EU-Kommision veranlasst Durchsuchungen bei BASF, Celanese und Degussa: Chemiefirmen unter Kartellverdacht

EU-Kommision veranlasst Durchsuchungen bei BASF, Celanese und Degussa
Chemiefirmen unter Kartellverdacht

Wegen eines Anfangsverdachts auf illegale Preisabsprachen und wettbewerbsschädliches Verhalten haben die europäischen Wettbewerbshüter Chemieunternehmen in vier Ländern ins Visier genommen. In Deutschland bestätigten BASF, Celanese und Degussa Durchsuchungen ihrer Konzernzentralen.

ant FRANKFURT/M. Bayer war dagegen nach Angaben eines Konzernsprechers nicht betroffen.

Wie die EU-Kommission am Montag mitteilte, vermutet sie die Preisabsprachen auf dem Markt für Weichmacher, Wasserstoffsuperoxid, Methacrylate und Lösungsmittel. Die verdächtigten Firmen seien bereits Ende März gleichzeitig und unangemeldet durchsucht worden. Zu ihnen zählen offenbar auch die belgische Solvay und Atofina, die Chemie-Tochter des französischen Ölkonzerns Totalfina Elf. Beide Unternehmen bestätigten den Besuch der Kontrolleure. Beim niederländischen DSM-Konzern war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Sollte sich der Verdacht erhärten, drohen Geldbußen in Millionenhöhe. Für die durchsuchten Unternehmen BASF und Degussa wäre es nicht das erste Mal. Gegen BASF hatte die EU-Kommission 1999 wegen illegaler Preisabsprachen ein Bußgeld von 225 Mill. $ verhängt, dem so genannten Vitamin-Kartell gehörte auch der Schweizer Roche-Konzern an. 2002 musste Degussa 118 Mill. Euro zahlen, weil das Unternehmen die Preise für einen Tierfutterzusatz mit Aventis und Nippon Soda abstimmte.

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