EU-Kommissar Byrne mahnt deutsche Behörden zum Schutz der Bevölkerung
Brüssel empfiehlt Verkaufsstopp für Wurst aus Deutschland

sce/dpa BRÜSSEL. Einen Verkaufsstopp für bestimmte Wurstwaren in Deutschland hat EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne angesichts des jüngsten BSE-Falls in Bayern ins Gespräch gebracht. Byrne forderte deutsche Behörden auf, alle nötigen Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu ergreifen und die Bevölkerung umfassend zu informieren.

Der Kommissar verwies dabei auf das Beispiel Dänemarks: Dort seien Produkte mit Inhaltsstoffen wie Kälberhirn und Rückenmark nach der Entdeckung des ersten BSE-Falls vom Markt genommen worden. Die Verarbeitung dieser Risikomaterialien für Lebensmittel ist zwar seit dem 1. Oktober 2000 EU-weit verboten. Nach Ansicht von Fachleuten könnten sie aber in früher hergestellten Produkten wie Dosenwurst, Dauerwurst oder Kalbsleberpastete noch enthalten sein. Byrne forderte die Behörden auf, Landwirte und Industrie zur Einhaltung der Vorschriften zu zwingen: "Auch wenn die Deutschen das BSE-Risiko erst kürzlich wahrgenommen haben, müssen sie sicherstellen, dass die EU-Vorschriften voll umgesetzt werden."

Die Bundesregierung rechnet mit weiteren BSE-Fällen. Er gehe von Verhältnissen wie in Frankreich aus, sagte Gesundheits-Staatssekretär Erwin Jordan. Dort wurden in diesem Jahr 140 BSE-kranke Rinder entdeckt.

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