EU-Kommissar Monti will Subventionen für Luxusliner sperren
Meyerwerft gerät durch Beihilfestreit in Nöte

Ein Beihilfestreit bedroht die Meyerwerft in Papenburg. EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti will dem Traditionsunternehmen lebenswichtige Subventionen für den Bau eines Luxusliners streichen.

sce BRÜSSEL. Hintergrund: Nach den Terroranschlägen vom 11. September herrscht Flaute auf dem Kreuzfahrt-Markt. Die Reederei Royal Caribbean International (RCI), wichtigster Kunde in Papenburg, bat um eine Streckung des Bauprogramms. Betroffen ist die "Jewel of the Seas", für die der Bund Beihilfen in Höhe von 7 % des Auftragswertes (400 Mill. Dollar) zugesagt hat.

Nach dem Auslaufen des EU-Beihilfe-Regimes für den Schiffbau dürfen aber Zuschüsse nur noch für solche Schiffe gezahlt werden, die vor dem 31. Dezember 2003 ausgeliefert werden. Die "Jewel of the Seas" soll nach dem neuen Fahrplan nicht wie ursprünglich vorgesehen 2003, sondern erst im Laufe des Jahres 2004 übergeben werden. Damit entfällt nach Ansicht Montis die Rechtsgrundlage für die Gewährung der Finanzspritze.

Die Bundesregierung hat in Brüssel eine Ausnahmeregelung beantragt. Darüber will die Kommission Anfang April entscheiden. Branchenkenner bezweifeln, dass die Meyerwerft angesichts der dramatischen Lage der Schiffbau-Industrie einen Ausfall von 28 Mill. Dollar verkraften könnte.

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