EU-Kommissare entscheiden am 3. Juli
GE weist Honeywell-Vorschlag zurück

Die General Electric Co (GE) hat den Vorschlag der Honeywell International Inc abgelehnt, den vereinbarten Übernahmepreis um 1,8 Milliarden Dollar zu senken, um damit die kartellrechtlichen Bedenken der EU zu zerstreuen. Der Mischkonzern GE teilte am Freitag mit, der Honeywell-Vorschlag sei für die GE-Aktionäre nicht sinnvoll.



Reuters NEW YORK. Honeywell hatte zuvor die Änderungen des Tauschverhältnisses bei der geplanten Fusion auf 1,01 GE-Aktien je eine Honeywell-Aktie von 1,055 GE-Aktien je Honeywell-Aktie vorgeschlagen. Damit sollte der Übernahmepreis auf 40,3 Milliarden Dollar von 42,1 Milliarden Dollar sinken.



GE-Chef Jack Welch schrieb in seinem Antwortbrief an Honeywell: "Was die EU-Kommission will, ist die Herausnahme des rationalen Sinns aus unserem Geschäft... Ihr im Zusammenhang mit den Kommissions-Bedenken gemachtes Angebot ist für unsere Aktionäre aus den selben strategischen Gründen nicht sinnvoll".

General Electric und Honeywell hatten vor einigen Tagen bereits der EU für die Genehmigung der Fusion angeboten, ein Fünftel der Flugzeug-Leasing-Gesellschaft (Gecas) der GE zu veräußern. Dieses Angebot wurde aber nach Angaben aus Kommissionskreisen von der EU als unzureichend angesehen. Die EU hat vor allem Bedenken über eine mögliche Bündelung der GE/Honeywell-Flugzeuggeschäfte und eine damit einhergehende zu starke Marktstellung kritisiert. Aus den Kreisen hieß es, nach dem neuen Angebot sei die Kommission vor allem besorgt, dass die Gecas-Beteiligung an eine "befreundete Institution" verkauft werden könnte.

Endgültig entscheiden wollen die EU-Kommissare am 3. Juli. In den USA ist die offenbare ablehnende Haltung der Europäischen Union bereits auf heftige Kritik gestoßen. Die Wettbewerbsbehörden der USA haben die Fusion seit längerem genehmigt.

GE legten an der Wall Street im Verlauf um 3,75 Prozent auf 49,70 Dollar zu, während Honeywell um mehr als zwölf Prozent auf 33,50 Dollar fielen. Händler sagten, eine Genehmigung der Fusion durch die EU sei unwahrscheinlich.

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