EU-Kommission
Ablehnung der Schneider Legrand-Fusion erwartet

Die Kommission der Europäischen Union (EU) dürfte Gremiumskreisen zufolge am Mittwoch ihre Zusage zur geplanten Fusion der beiden französischen Elektronikkonzerne Schneider und Legrand verweigern.

Reuters BRÜSSEL. Vertreter der Kommission hätten sich am Montagabend darauf geeinigt, die Übernahme Legrands durch Schneider abzulehnen, hieß es aus Kreisen der EU-Kommission in Brüssel. Wettbewerbskommissar Mario Monti hat bereits mehrfach erklärt, dass er der Kommission empfehlen werde, der Fusion nicht zuzustimmen. Die Kommission wolle diesem Vorschlag nun Folge leisten, hieß es in den Kreisen.

Schneider hatte im Januar die Übernahme von Legrand zum Preis von 6,42 Mrd.Euro angekündigt. Mit dem Zusammenschluss würde der weltweit größte Hersteller von Haushaltsgeräten und ähnlichen Elektronik-Produkten entstehen.

Wettbewerbshüter Monti hatte sein "Nein" zu der Fusion damit begründet, dass er durch die Übernahme Störungen des Wettbewerbs in der Branche befürchtet. Mit dieser Haltung stellt sich Monti bisher ähnlich wie im Fall der geplanten Fusion der beiden US-Konzerne General Electric (GE) und Honeywell gegen politische Einflussversuche.

Der französische Staatspräsident Jaques Chirac hatte Monti vor dem Scheitern der Fusion gewarnt, weil er damit einen Anstieg der Arbeitslosigkeit befürchtete. Schneider soll nach Medienberichten bereits den Verkauf von Unternehmensbereichen angeboten haben, um die Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission auszuräumen.

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