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EU-Kommission billigt Phoenix-Übernahme durch Continental

Die EU-Kommission hat dem deutschen Autozulieferer Continental die Übernahme des Hamburger Konkurrenten Phoenix mit Auflagen erlaubt.

dpa-afx STRASSBURG/BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat dem deutschen Autozulieferer Continental die Übernahme des Hamburger Konkurrenten Phoenix mit Auflagen erlaubt. Bei Luftfedern und schweren Fördergurten zum Transport von Kohle oder Sand muss das neue Unternehmen durch Verkäufe an Konkurrenten den Wettbewerb garantieren, um nicht zu mächtig zu werden. Das teilte die Kommission am Dienstag in Straßburg nach einer mehrmonatigen Wettbewerbsprüfung mit.

Die Kommission hatte die Übernahme wegen schwerer Wettbewerbsbedenken besonders gründlich geprüft. Die Fusion war im Mai 2004 bei der Kommission angemeldet worden. Die beabsichtigte Übernahme führt zwei der führenden Hersteller von technischen Gummiprodukten in Europa zusammen. Continental werde nun sicherstellen, dass ein 50-prozentiger Anteil von Phoenix an der Vibracoustic an den anderen Gesellschafter Freudenberg verkauft werde.

Zudem sei zugesagt, dass Phoenix die Produktion von Luftfedern für Nutzfahrzeuge in Ungarn veräußere, da Continental/Phoenix zum führenden europäischen Anbieter zur Ausrüstung für Personenwagen, Lastwagen und Schienenfahrzeuge aufsteige, hieß es weiter. Luftfedern dienen der Federung von Fahrzeugen.

Die Continental hatte für Phoenix ein Übernahmeangebot über rund 230 Mill. Euro gemacht. Die Phoenix-Aktionäre werden nach früheren Angaben über die Übernahme voraussichtlich im Dezember bei einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden.

Phoenix beschäftigt rund 9 700 Mitarbeiter. Continental hatte angekündigt, das Übernahmeangebot für die verbliebenen Phoenix- Aktionäre von 15 Euro je Aktie werde nicht nachgebessert.

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