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EU-Kommission drückt Beirat im Streit um Bilanz-Regeln durch - Neues Gremium soll europäische Interessen wahren

Das International Accounting Standards Board (IASB) richtet auf Betreiben der Europäischen ...

Das International Accounting Standards Board (IASB) richtet auf Betreiben der Europäischen Kommission einen Beirat mit Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der Aufsichtsbehörden, Banken und Versicherer ein. Damit soll Kritik begegnet werden, das IASB beachte europäische Anliegen nicht ausreichend. Das IASB ist zuständig für die internationale Normierung der Regeln für die Rechnungslegung. Mögliche Mitglieder des neuen Gremiums sind etwa der Société-Géneralé-Chairman Daniel Bouton sowie der Chef der britischen Finanzaufsicht FSA, John Tiner.
Als erstes wird sich der Beirat dem Streit zwischen europäischen Bansen und dem IASB über die kontroversen Bilanzierungsregeln für Derivate widmen müsen. Insbesondere französische Banken kritisieren diese Regeln, weil die vorgeschlagene Bewertung zu Marktpreisen aus ihrer Sicht zu stark volatile Elemente einbringt.
Der anhaltende Streit könnte die Pläne der EU zunichte machen, nach denen börsennotierte Gesellschaften ab 2005 in vollem Umfang die IFRS-Regeln - früher IAS-Regeln - anwenden müssen. Zwar hofft das IASB, noch Ende Februar die Derivateregeln (IFRS 39) verabschieden zu können. Die EU-Kommission, die die IASB-Normen absegnen muss, könnte aber damit Probleme bekommen, wenn der Streit anhält.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 05.02.2004

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