EU-Kommission entscheidet zwischen November und Januar
Bombardier erwartet angeblich keine Probleme bei Adtranz-Übernahme

Die Kanadier wollen Genehmigungsantrag bei der EU-Wettbewerbsbehörde einreichen.

adx BERLIN. Der kanadische Bombardier -Konzern wird den Erwerb des verlustreichen Schienentechnik-Konzerns Adtranz (Berlin) nach eigener Einschätzung gut verkraften. Um die Spitzenposition auf dem globalen Markt zu halten, sei eine Organisation mit weltweiten Dimensionen eine gute Basis, sagte der Chef der Bombardier Transportation, Jean Yves Leblanc, am Dienstag auf der Messe InnoTrans in Berlin. Leblanc rechnet mit kontinuierlichen Wachstum zwischen 20 und 25 %. Vor allem in den Großstädten würden sich die Pendelzeiten verlängern, die öffentlichen Verkehrssysteme Rekordzahlen verbuchen und damit Modernisierungen und Ersatz nötig machen. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Regulierungsbehörden.

Auch erwarte Bombardier für die geplante Übernahme der Adtranz keine besonderen Auflagen der EU-Wettbewerbshüter. Die Anmeldung in Brüssel erfolge Ende September. Unter Dach und Fach sein werde die Übernahme in frühestens vier Wochen, spätestens in vier Monaten.

Mit der Akquisition durch den DaimlerCrysler-Konzern entsteht der größte Bahntechnik-Konzern der Welt. Für Adtranz geht Leblanc davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr im operativen Geschäft die Gewinnzone erreicht wird. 2001 sollen wieder Gewinne ausgewiesen werden. Bombardier Transportation beschäftigt 16.000 Mitarbeiter und betreibt Produktionsstätten in den USA, Kanade, Mexiko und in sieben europäischen Ländern. Der Umsatz betrug 3,5 Mrd. Kanadische Dollar (2,7 Mrd. Euro) per 31. Januar 2000.

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