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EU-Kommission erlaubt Schaffung eines Saatgut-Riesen unter Auflagen

Die EU-Kommission hat die Schaffung eines neuen Großunternehmens in der Saatgut-Herstellung unter Auflagen genehmigt. Die schweizerische Syngenta Crop Protection AG dürfe zwar den niederländischen Saatguthersteller Advanta B.V. übernehmen, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter am Dienstag mit.

dpa-afx BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat die Schaffung eines neuen Großunternehmens in der Saatgut-Herstellung unter Auflagen genehmigt. Die schweizerische Syngenta Crop Protection AG dürfe zwar den niederländischen Saatguthersteller Advanta B.V. übernehmen, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter am Dienstag mit.

Die Erlaubnis stehe aber unter der Bedingung, dass Syngenta anschließend das gesamte Europa-Geschäft von Advanta verkauft. Andernfalls könnten europäische Bauern nach Brüsseler Einschätzungen Nachteile erleiden.

Die Marktuntersuchung der Kommission habe "Hinweise auf ernste Wettbewerbsbedenken" in verschiedenen Saatgutmärkten der EU ergeben. So würde der Zusammenschluss von Syngenta und Advanta zwei der drei größten Züchter und Lieferanten für Zuckerrübensaatgut in Europa vereinigen. Auch Saatgut für Mais, Sonnenblumen, Sommergerste und Gartenerbsen wäre in verschiedenen EU-Ländern betroffen. In vielen Fällen wäre der neue Marktführer doppelt so groß wie der nächste Wettbewerber. Manche Agrarexperten haben in der Vergangenheit vor einer Verarmung der Vielfalt bei Kulturpflanzen gewarnt, weil immer weniger unterschiedliches Saatgut angeboten und verwendet wird.

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