EU-Kommission führt Konsultationsverfahren zu Direktorengehältern durch

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EU-Kommission führt Konsultationsverfahren zu Direktorengehältern durch

Die Europäische Kommission hat am 23. 2. 2004 ein Konsultationsverfahren zur Vergütung von ...

Die Europäische Kommission hat am 23. 2. 2004 ein Konsultationsverfahren zur Vergütung von Unternehmensdirektoren eingeleitet. Die eingehenden Stellungnahmen sollen für eine Empfehlung verwendet werden, die die Kommission im September 2004 an die Mitgliedstaaten richten will. Gegenstand des Konsultationsverfahrens sind u.a. die Offenlegung der Vergütungspolitik und der einzelnen Direktorengehälter sowie die Genehmigung von Aktienbezugsplänen durch die Aktionäre. Gelegenheit zur Stellungnahme besteht bis zum 12. April 2004.
Die Kommission stellt bei dem Konsultationsverfahren u.a. folgende Fragen:

  • Sollen die Mitgliedsstaaten in der Empfehlung aufgefordert werden, durch geeignete Rechtsmaßnahmen dafür zu sorgen, dass börsennotierte Unternehmen alle Vorgaben der Empfehlung erfüllen? Dies stünde im Gegensatz zum Vorgehen mancher Mitgliedstaaten, die diese Fragen ohne Gesetze, z.B. mit einem Corporate-Governance-Kodex regeln.
  • Soll sich die Empfehlung nur auf börsennotierte oder auch auf sonstige Unternehmen erstrecken?
  • Inwieweit sollen alle börsennotierten Unternehmen in der EU in ihrem Jahresabschluss und ihrem Lagebericht (oder im Anhang zum Jahresabschluss) offen legen, nach welchem Konzept die Direktoren im kommenden Geschäftsjahr vergütet werden? Welche Angaben sollten vorgeschrieben sein - z.B. die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile, zusätzliche Pensionsleistungen und die Vertragspolitik? Sollten diese Informationen Gegenstand eines eigenen Tagesordnungspunkts der Jahreshauptversammlung sein, über den abgestimmt wird?
  • Inwieweit sollte das Gehalt einzelner Direktoren offen gelegt werden? Die Offenlegung der Vorjahresvergütung der einzelnen - geschäftsführenden und nicht geschäftsführenden - Direktoren ist für die Aktionäre wichtig, damit sie beurteilen können, ob die Vergütung dem Gesamterfolg des Unternehmens angemessen ist. In dem Konsultationspapier wird vorgeschlagen, dass die entsprechenden Angaben zumindest das Gehalt und die sonstigen festen Vergütungsbestandteile sowie Aktienbezugspläne und betriebliche Pensionspläne umfassen sollen. Außerdem werden zusätzliche Offenlegungspflichten für nicht geschäftsführende Direktoren und Aufsichtsräte angeregt.


Das Konsultationspapier ist abrufbar unter: http://europa.eu.int/comm/internal_market/company/directors-remun/index_de.htm.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 01.03.2004

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