EU-Kommission für Nachbesserung von Duhalde-Plan
IWF räumt Argentinien Gnadenfrist ein

Der Internationale Währungsfonds (IWF) gewährt Argentinien eine Gnadenfrist für die Tilgung seiner Schulden. Die ursprünglich für den 17. Januar vorgesehen Rückzahlung von 933 Mill. Dollar werde um ein Jahr verschoben, teilte der IWF am Mittwoch in Washington mit. Damit sei der IWF einer Bitte des hoch verschuldeten Landes nachgekommen.

afp BUENOS AIRES/BRüSSEL. Die Finanzinstitution hatte den Kredit im Januar 2001 aus einem Sonderfonds gezahlt, um Argentinien die Zahlungsfähigkeit zu ermöglichen. Die Konditionen dieses Fonds sehen die Möglichkeit eines Zahlungsaufschubs vor, wenn der IWF dies für sinnvoll hält.

Unmittelbar bevor der IWF die Gnadenfrist ankündigte, hatte Argentinien seine Bereitschaft zur Schuldentilgung bei allen internationalen Finanzinstitutionen angekündigt. Den im Dezember einseitig erklärten Zahlungsaufschub für Kredite privater Geber wollte die Regierung aber aufrecht erhalten, wie ein Regierungssprecher am Mittwoch mitteilte. Kabinettsschef Jorge Capitanich sagte, der Haushalt für das Jahr 2002 sehe dies so vor. Es handelt sich um den größten Zahlungsaufschub eines Staates in der Weltgeschichte. Die Auslandsschulden Argentiniens werden auf 141,2 Mrd. Dollar geschätzt.

Die Europäische Kommission teilte mit, sie werde sich für eine Unterstützung Argentiniens einzusetzen, falls die Regierung in Buenos Aires ihren Wirtschaftsplan nachbessere. Sie zweifle daran, dass der derzeitige Plan von Präsident Eduardo Duhalde zu einer Beruhigung der unruhigen Lage beitragen könne, hieß es in einem internen Papier der Kommission.

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